Mit der Wahl von Papst Leo XIV hat die katholische Kirche nicht nur einen neuen geistlichen Führer, sondern auch einen eingefleischten Baseball-Fan erhalten. Die Frage, die viele Amerikaner – insbesondere die Einwohner von Chicago – umtreibt: Ist der erste amerikanische Papst ein Fan der Cubs oder der White Sox?
White Sox oder Cubs? Ein brüderlicher Hinweis
Die Antwort kam überraschend nicht von Papst Leo XIV selbst, sondern von seinem Bruder John Prevost. In einem Interview mit dem US-Sender WGN TV räumte dieser mit allen Gerüchten auf:
„Er war niemals ein Cubs-Fan. Keine Ahnung, wo das herkam. Er war immer ein Sox-Fan.“
Damit ist klar: Der neue Papst steht auf der Seite der South Side von Chicago – der Heimat der White Sox.
Familiäre Baseball-Rivalität
Interessanterweise wuchs Robert Prevost in einer Baseball-gespaltenen Familie auf: Während seine Mutter die Cubs unterstützte, war sein Vater Fan der St. Louis Cardinals. Doch Robert hielt seinem Südseiten-Team, den White Sox, stets die Treue.
Diese Nachricht dürfte einige Cubs-Fans enttäuschen, vor allem, da nach der Papstwahl zunächst fälschlicherweise berichtet wurde, Leo XIV sei ein Anhänger der Cubs. Sogar das legendäre Wrigley Field, Heimstadion der Cubs, zeigte auf seiner ikonischen Anzeigetafel eine Gratulation mit dem Hinweis:
„Er ist ein Cubs-Fan!“
Doch die Freude der Cubs war von kurzer Dauer – als die Wahrheit ans Licht kam, wurde die Anzeigetafel schnell wieder umgestaltet.
White Sox nutzen die Chance
Die White Sox ließen sich die Gelegenheit natürlich nicht entgehen, ihren Rivalen aus der Stadt ein wenig zu ärgern. Auf der Videotafel im Rate Field, dem Stadion der White Sox, prangte bald die Antwort:
„Er ist ein Sox-Fan!“
Das Social-Media-Team der Sox konnte sich einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen und kommentierte humorvoll:
„Keine Sorge, Cubs-Fans. Vielleicht beim nächsten Mal!“
Ein wenig Trost für die Cubs
Für die Cubs-Fans gibt es jedoch einen kleinen Trost: Auch wenn sie den Papst als Fan nicht gewinnen konnten, befinden sich die White Sox derzeit in einer sportlichen Krise. Nach einer katastrophalen Saison 2024 belegt das Team aktuell den letzten Platz in der American League Central und hat die zweitschlechteste Bilanz in der gesamten Liga.
Vielleicht bleibt so zumindest im sportlichen Bereich noch ein bisschen Raum für Schadenfreude bei den Cubs-Anhängern.
Ein Papst mit Sportsgeist
Mit Papst Leo XIV hat die Kirche nicht nur einen spirituellen Anführer, sondern auch jemanden, der die Leidenschaft und Rivalität des amerikanischen Sports verkörpert. Für viele US-Katholiken ist er dadurch noch nahbarer – ein Papst, der nicht nur für den Glauben, sondern auch für die Leidenschaften des Alltags steht.
Die Frage bleibt: Wird der Papst jetzt vielleicht ein bisschen göttlichen Beistand für die White Sox erbeten? Nach der letzten Saison könnte das dem Team sicher nicht schaden.