US-Präsident Donald Trump hat die frühere Fox-News-Moderatorin und ehemalige Staatsanwältin Jeanine Pirro zur kommissarischen US-Staatsanwältin für den Bezirk Washington D.C. ernannt. Dies gab Trump am 8. Mai auf der Plattform Truth Social bekannt, nur wenige Stunden nachdem er die Nominierung von Ed Martin zurückgezogen hatte.
Grund für den Wechsel
Martin, ein Unterstützer der Angeklagten vom 6. Januar, erhielt nicht genügend Unterstützung von den Republikanern im Kongress. Besonders Senator Thom Tillis (R-NC) sprach sich dagegen aus: „Wenn Mr. Martin für einen anderen Bezirk als Washington D.C. nominiert würde, würde ich ihn wahrscheinlich unterstützen – aber nicht in diesem Bezirk“, sagte Tillis am 6. Mai.
Trumps Begründung für die Ernennung
Trump lobte Pirro als eine „Vorkämpferin für Opfer von Verbrechen“ und beschrieb sie als eine der „besten Staatsanwältinnen in der Geschichte des Staates New York“. Pirro war zuvor stellvertretende Bezirksstaatsanwältin in Westchester County, New York, und die erste Frau, die sowohl als Richterin als auch als Bezirksstaatsanwältin gewählt wurde.
Pirro, die für ihre markanten Auftritte bei Fox News bekannt ist, moderierte zehn Jahre lang die Sendung „Justice with Judge Jeanine“ und ist derzeit Co-Moderatorin der Sendung „The Five“.
Neue Aufgabe für Ed Martin
Obwohl Martin nicht die nötige Unterstützung für das Amt des US-Staatsanwalts erhielt, hat Trump ihn dennoch in eine andere bedeutende Position berufen. Martin wird künftig als Direktor der Weaponization Working Group, stellvertretender Generalstaatsanwalt und Begnadigungsbeauftragter im US-Justizministerium tätig sein.
Trump betonte, dass Martin in seiner neuen Funktion die „Politisierung der Regierung unter dem Biden-Regime“ untersuchen und „Gerechtigkeit für die Opfer“ schaffen werde.
Mit der Ernennung von Pirro setzt Trump erneut auf eine enge Vertraute aus dem konservativen Medienumfeld, während er gleichzeitig Martin eine strategisch wichtige Rolle im Justizministerium überträgt.