Die Trump-Administration hat beschlossen, die Finanzierung für Kinderprogramme des US-Senders PBS einzustellen. Konkret betrifft dies das Förderprogramm „Ready To Learn“, das vom Bildungsministerium beendet wurde. Dies teilte die Corporation for Public Broadcasting (CPB) am 6. Mai mit.
Verlust von 23 Millionen Dollar für Bildungsinhalte
Mit dem Auslaufen des Programms geht ein Förderbetrag von 23 Millionen Dollar verloren, der bislang für Kindersendungen und Lernspiele genutzt wurde. Patricia Harrison, Präsidentin und CEO der CPB, zeigte sich in einer Pressemitteilung besorgt:
„Fast alle Eltern haben ihre Kinder mit den Inhalten von PBS KIDS großgezogen. Ready To Learn hat seit 30 Jahren messbare und reale Auswirkungen auf die Lernfähigkeiten von Kindern.“
Programme wie „Sesame Street“, „Reading Rainbow“ und „Clifford the Big Red Dog“ profitierten in der Vergangenheit von dieser Förderung. Aktuell fließt das Geld unter anderem in die beliebten Kindersendungen „Molly of Denali“, „Work It Out Wombats!“ und „Lyla in the Loop“.
Begründung: „Woke Propaganda“
Das Bildungsministerium begründete die Entscheidung mit dem Vorwurf, die geförderten Programme würden sich auf „rassistische Gerechtigkeit und ideologische Propaganda“ konzentrieren.
Madi Biedermann, Sprecherin des Ministeriums, erklärte:
„Dies entspricht nicht den Prioritäten der Administration. Wir werden Programme unterstützen, die sinnvolles Lernen fördern, anstatt spaltende Ideologien zu verbreiten.“
PBS KIDS kämpft weiter
Sara DeWitt, Senior Vice President von PBS KIDS, kündigte an, weiterhin für die Finanzierung zu kämpfen:
„Diese Entscheidung nimmt uns eine wichtige Ressource, die uns ermöglicht hat, hochwertige Bildungsinhalte für Millionen von Kindern in den USA zu produzieren. Wir werden nicht aufgeben.“
Angriff auf öffentliche Medien
Der Schritt ist Teil einer breiteren Strategie der Trump-Regierung, die sich bemüht, die öffentliche Förderung von PBS und NPR zu streichen. Eine am 1. Mai unterzeichnete Executive Order fordert die CPB auf, die direkte Finanzierung einzustellen, da die Sender als „parteiisch und voreingenommen“ eingestuft werden.
PBS und NPR kritisierten die Entscheidung scharf und warnten vor den Folgen für die Öffentlichkeit:
„Die Kürzungen gefährden essenzielle Mediendienste und könnten sich verheerend auf Menschen auswirken, die auf vertrauenswürdige lokale und nationale Nachrichten angewiesen sind.“
Was bedeutet das für die Zukunft?
Die Entscheidung, die Finanzierung für Kinderprogramme zu streichen, trifft nicht nur auf Kritik aus pädagogischen Kreisen, sondern auch auf politischen Widerstand. Angesichts der langen Tradition von PBS KIDS als Bildungspartner vieler amerikanischer Familien bleibt abzuwarten, ob die Bemühungen um eine Fortsetzung der Förderung erfolgreich sein werden.