In Stuttgart-Hohenheim läuft derzeit ein bundesweit einmaliger Pilotversuch: Seit Mitte April ist dort erstmals ein sogenanntes Scan-Auto im Einsatz, um Parksünder digital aufzuspüren. Das speziell ausgestattete Fahrzeug fährt die sechs Parkzonen rund um die Universität Hohenheim ab und prüft per Kennzeichenscan, ob Fahrzeuge berechtigt abgestellt wurden.
So funktioniert die Kontrolle
Auf dem Dach des Scan-Fahrzeugs befinden sich Kameras, die Nummernschilder im Vorbeifahren erfassen. Diese werden anschließend automatisch mit einer digitalen Datenbank abgeglichen, in der alle gültigen Parkberechtigungen hinterlegt sind. Wird keine passende Berechtigung gefunden, folgt ein digitales Protokoll und ein Hinweis an die zuständigen Behörden.
Digitale Parkkontrolle statt Zettelwirtschaft
Der Einsatz ist nur dort möglich, wo das Parkraummanagement bereits digitalisiert ist – also keine klassischen Parkscheine, sondern digitale Tickets oder Anwohnergenehmigungen genutzt werden. Das Ziel: effizientere Kontrollen, geringerer Personalaufwand und weniger Streit um Parkverstöße.
Erster Testlauf mit Signalwirkung
Der Test in Stuttgart könnte Schule machen: Bei Erfolg planen weitere Städte, das Modell zu übernehmen. Datenschutzbedenken werden von der Stadt bisher zurückgewiesen – die erfassten Daten würden ausschließlich zur Kontrolle der Parkberechtigung verwendet und danach sofort gelöscht, sofern kein Verstoß vorliegt.