Mit festlicher Stimmung, Musik und stolzen Blicken hat in Berlin die diesjährige Jugendweihe-Saison begonnen. Zum Auftakt der Feiern im FEZ-Berlin war auch Gregor Gysi (Die Linke) als prominenter Gastredner anwesend. In den kommenden Wochen werden hunderte Jugendliche in Berlin und Brandenburg ihren symbolischen Schritt ins Erwachsenenleben feiern.
Gysi: „Vieles ist möglich, aber fast nichts ist sicher“
In seiner Ansprache betonte Gysi die Herausforderungen und Chancen, mit denen die junge Generation heute konfrontiert ist:
„Die junge Generation wächst in eine sich immer schneller verändernde Welt hinein. Vieles ist möglich, aber fast nichts ist sicher.“
Die Jugendweihe sei deshalb ein wichtiger Moment, um innezuhalten, Rückhalt in der Familie zu finden und Zuversicht für die Zukunft zu schöpfen.
Tradition mit neuer Bedeutung
Die Jugendweihe blickt in Ostdeutschland auf eine lange Tradition zurück – einst als weltlich-humanistische Alternative zur Konfirmation eingeführt, ist sie heute für viele ein feierliches Lebensritual ohne religiöse Bindung. Sie symbolisiert den Übergang vom Kindsein zur Eigenverantwortung und ist für viele Familien ein emotionaler Höhepunkt.
Feiern bis Mitte Juli
Die Feiern finden bis zum 19. Juli jeweils an den Wochenenden in verschiedenen Veranstaltungsorten statt. Veranstalter sind u. a. die Jugendweihe Berlin/Brandenburg e. V. und andere freie Träger. Neben Ansprachen und Musik gibt es Urkunden, Blumen und oft lange geplante Familienfeste im Anschluss.