Die Seeadler kehren eindrucksvoll nach Niedersachsen zurück: Wie die Arbeitsgemeinschaft Adlerschutz Niedersachsen mitteilt, ist die Zahl der majestätischen Greifvögel im Land in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Während es vor knapp 30 Jahren nur zwei Paare gab, wurden 2023 bereits 109 Brutpaare gezählt – und die Entwicklung setzt sich fort.
Über 120 Paare vermutet – flächendeckende Verbreitung
Nach Angaben eines Sprechers der AG Adlerschutz lag die tatsächliche Zahl im vergangenen Jahr vermutlich schon bei über 120 Brutpaaren. Die Verbreitung ist mittlerweile nahezu flächendeckend, besonders in Regionen mit Seen, Flüssen und störungsarmen Brutplätzen.
Rückkehr eines Symbols der Wildnis
Der Seeadler – mit bis zu 2,5 Metern Flügelspannweite einer der größten Greifvögel Europas – galt lange Zeit als stark gefährdet. Lebensraumverlust, Umweltgifte und illegale Verfolgung hatten ihn in vielen Teilen Deutschlands fast ausgerottet. Dank strengem Schutz, Umweltmaßnahmen und Verbesserung der Lebensräume konnten sich die Bestände erholen.
Niedersachsen als Erfolgsmodell
Niedersachsen gehört heute zu den Bundesländern mit den stärksten Seeadler-Beständen im Westen Deutschlands. Die Entwicklung wird von Naturschützern als Beleg für gelingenden Artenschutz gewertet.