Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat sich Medienberichten zufolge außergerichtlich mit der Familie von Ashli Babbitt geeinigt. Babbitt, eine Trump-Anhängerin, war am 6. Januar 2021 beim Sturm auf das US-Kapitol von einem Polizisten erschossen worden, als sie versuchte, in den Bereich des Speakers’ Lobby vorzudringen, während sich dort noch Abgeordnete aufhielten.
Die Familie hatte 2024 eine Klage eingereicht und 30 Millionen Dollar Schadensersatz gefordert. Über die genaue Höhe des Vergleichs wurde bei der Anhörung am Freitag in einem Bundesgericht in Washington nichts bekannt.
Babbitts Tod hatte landesweit für Diskussionen gesorgt. Ihre Mutter, Micki Witthoeft, trat in den Folgejahren öffentlich als Unterstützerin der verurteilten Januar-6-Teilnehmer auf. Unter der Biden-Regierung hatte das Justizministerium versucht, Teile der Klage abzuweisen. Kurz nach Trumps Amtsübernahme im Januar 2025 beantragten beide Seiten eine Verschiebung des Gerichtsverfahrens.
Der Vergleich erfolgt im Kontext von Trumps umfassender Begnadigungswelle für rund 1.500 Angeklagte und Verurteilte im Zusammenhang mit dem Kapitolsturm.