Nach einem schweren Gewaltverbrechen in Berlin-Tiergarten hat die Polizei am gestrigen Montagnachmittag einen dringend tatverdächtigen Mann festgenommen. Der 43-Jährige soll am 11. März 2025 eine 33-jährige Frau lebensgefährlich verletzt haben. Die Festnahme erfolgte gegen 17:30 Uhr am U-Bahnhof Kurfürstenstraße, nachdem Ermittlerinnen und Ermittler des Landeskriminalamts Berlin ihn wiedererkannten. Der Mann war zuvor zur Fahndung ausgeschrieben worden.
Die Staatsanwaltschaft Berlin hatte zwischenzeitlich einen Haftbefehl wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung erwirkt. Dieser wurde dem Tatverdächtigen heute verkündet und in Vollzug gesetzt. Er befindet sich nun in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen äußerte er sich bislang nicht. Die Ermittlungen dauern an.
Hintergrund: Brutale Tat am 11. März 2025
Laut bisherigen Erkenntnissen wurde die Frau am frühen Abend des 11. März auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofs Kurfürstenstraße angegriffen. Der 43-jährige Tatverdächtige soll die Frau mehrfach mit Fäusten geschlagen und zu Boden gebracht haben. Anschließend habe er sie am Boden liegend weiter getreten. Die Frau, bei der es sich um eine in der Prostitution tätige Person handeln soll, konnte zunächst fliehen, wurde jedoch wenig später an der Kreuzung Kurfürstenstraße Ecke Frobenstraße erneut vom Angreifer gestellt.
Dort soll der Mann die Frau mit einer Metallstange attackiert haben, bevor er schließlich von ihr abließ. Die schwer verletzte Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht und dort notoperiert. Ihr Zustand war zeitweise kritisch.
Die Polizei hatte Ende März die Öffentlichkeit um Hinweise gebeten. Weitere Informationen oder Zeugenhinweise nimmt die Berliner Polizei weiterhin entgegen.