Der designierte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat sich kurz vor Amtsantritt deutlich zum Thema Tierwohl positioniert. In einem Interview mit der Mediengruppe Bayern kündigte er an, sich verstärkt für einen verantwortungsvollen Umgang mit Nutztieren einzusetzen. „Wir müssen verantwortungsvoll mit den Nutztieren umgehen – da kann und muss noch einiges besser werden“, so Rainer.
Imagewechsel: Nicht nur „der schwarze Metzger“
Rainer, selbst aus einer traditionsreichen Metzgerfamilie stammend, betonte, er wolle nicht auf seine Herkunft reduziert werden. Der Spitzname „schwarzer Metzger“, den er in politischen Kreisen trägt, solle nicht seine Arbeit definieren. „Ich bringe praktische Erfahrung mit – aber auch den Anspruch, Dinge weiterzuentwickeln.“
Tierhaltung in Deutschland „in großen Teilen richtig“
Trotz Reformwillen betonte Rainer, dass er der Ansicht sei, Tierhaltung und Schlachtung liefen in Deutschland in vielen Bereichen bereits korrekt ab. Es gehe nun darum, Verbesserungen umzusetzen, ohne Landwirte unter Generalverdacht zu stellen oder wirtschaftlich zu überfordern.
Ausblick: Balance zwischen Tierwohl und Landwirtschaft
Der künftige Minister will nach eigenen Worten Dialog statt Verbote, Förderung statt Verunsicherung. Ziel sei eine Landwirtschaft, „die verantwortungsvoll, wirtschaftlich tragfähig und gesellschaftlich akzeptiert“ sei.