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US beendet Steuer-Schlupfloch – höhere Preise bei Shein und Temu erwartet

David_Peterson (CC0), Pixabay

Mit dem Auslaufen der sogenannten De-minimis-Regelung am 2. Mai beendet die US-Regierung unter Präsident Donald Trump eine für chinesische Onlinehändler wie Shein und Temu lukrative Ausnahme – mit deutlichen Folgen für amerikanische Verbraucher.

Was ist das De-minimis-Schlupfloch?

Die Regelung erlaubte es, Waren mit einem Wert unter 800 US-Dollar zoll- und steuerfrei in die USA zu importieren. Besonders Onlinehändler nutzten dies, um Millionen von Kleinsendungen direkt an Kunden zu verschicken – günstig und schnell. Über 90 % aller US-Importe fallen unter diese Regel.

Warum wird sie abgeschafft?

Trump begründet den Schritt mit dem Kampf gegen den Drogenschmuggel, insbesondere mit Fentanyl. Laut US-Behörden würden Schmuggler das Schlupfloch gezielt nutzen, um illegale Substanzen in scheinbar harmlose Pakete zu schmuggeln. Auch die starke Zunahme von Paketen aus China – von 140 Millionen auf über eine Milliarde im letzten Jahrzehnt – habe die Zollbehörden überfordert.

Folgen für Kunden und Händler

  • Preisanstieg: Sowohl Shein als auch Temu kündigten bereits Preisanpassungen an. Diese könnten sich laut Schätzungen des American Action Forums auf 8 bis 30 Milliarden Dollar jährlich belaufen – Kosten, die letztlich die Kunden tragen.

  • Längere Lieferzeiten: Die Zollabfertigung für alle Kleinsendungen wird aufwendiger, was die Zustellung verzögert.

  • Grenzkontrollen unter Druck: Kritiker befürchten eine Überlastung der Zollbehörden, da sie nun jede Sendung einzeln verzollen müssen.

Internationale Auswirkungen

Auch in Großbritannien und der EU gibt es Forderungen, ähnliche Steuerfreigrenzen abzuschaffen. Ziel ist es, heimische Händler besser vor günstigen Importen aus China zu schützen. In Großbritannien liegt die Grenze derzeit bei 135 Pfund, in der EU bei 150 Euro.

Fazit

Der Wegfall der De-minimis-Regel dürfte das Ende des ultrabilligen Onlinehandels in den USA einläuten. Während Trump auf eine Stärkung der heimischen Wirtschaft und mehr Zollkontrollen setzt, fürchten Experten eine massive Mehrbelastung für Verbraucher und Behörden. Kunden in Europa sollten sich ebenfalls auf Preissteigerungen einstellen – denn ähnliche Maßnahmen könnten auch dort bald Realität werden.

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