Die US-Amerikanerin Alex Mayer hat beim diesjährigen Boston-Marathon nicht nur eine sportliche Leistung vollbracht – sie feierte ein persönliches Wunder. Noch Anfang 2023 war sie vollständig gelähmt, kognitiv eingeschränkt und ohne Erinnerung daran, wie sie im Krankenhaus gelandet war.
Diagnose: Akute disseminierte Enzephalomyelitis (ADEM) – eine seltene Autoimmunerkrankung, die das zentrale Nervensystem angreift und zu neurologischen Ausfällen führt. Alex musste das Gehen, Sprechen und Denken neu erlernen. Der Weg zurück war lang – körperlich, emotional und sozial.
„Ich war für immer verändert – und viele konnten das nicht nachvollziehen.“, so Alex über die schwierige Akzeptanz ihrer neuen Realität.
Wendepunkt:
Beim Zusehen des Boston-Marathons 2024 fasste sie ein Ziel: Selbst laufen. Was mit kleinen Therapieschritten begann – etwa auf einem Bein stehen oder ohne Stock gehen – wurde zur Marathon-Vision.
2025 war es so weit.
Alex trainierte hart, auch wenn sie oft ans Aufgeben dachte. Doch sie erinnerte sich stets an die junge Frau im Krankenhausbett, die einfach nur wieder raus und leben wollte.
Am Marathontag wurde sie von Freunden und Familie begleitet – und erreichte das Ziel voller Stolz und Dankbarkeit.
„Es war mehr als nur ein Lauf – es war ein Fest für ihre ganze Reise“, sagte ihre Freundin Claire Rose.