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Betrugswarnung in Leipzig: Falsche Knöllchen per SMS – auf keinen Fall bezahlen

1117826 (CC0), Pixabay

Betrüger geben sich als Stadt Leipzig aus

Die Masche wirkt auf den ersten Blick plausibel.

In den SMS wird behauptet, dass im Zusammenhang mit einer Verwarnung noch Angaben oder Zahlungsinformationen offen seien. Ein beigefügter Link soll angeblich zum „Online-Knöllchen“ der Stadt Leipzig führen.

Genau hier beginnt die Falle.

Nach Angaben der Stadt stammt die Nachricht weder von der Stadtverwaltung noch von der Zentralen Bußgeldbehörde.

Besonders wichtig für Verbraucher:

Die Stadt Leipzig verschickt grundsätzlich keine Zahlungsaufforderungen per SMS oder E-Mail.

Link führt auf gefälschte Internetseite

Wer dem Link in der SMS folgt, landet nach Angaben der Stadt auf einer gefälschten Internetseite.

Dort sollen Betroffene offenbar dazu gebracht werden, ein vermeintlich offenes Verwarnungsgeld zu bezahlen.

Die Stadt warnt ausdrücklich davor, über die verlinkten Seiten Zahlungen vorzunehmen oder Bank- beziehungsweise Zahlungsinformationen einzugeben.

Das Ziel solcher Phishing-Seiten kann nicht nur eine unmittelbare Zahlung sein.

Kriminelle versuchen bei vergleichbaren Maschen auch, persönliche Daten oder Zahlungsinformationen zu erbeuten. Die Polizei Sachsen warnt beispielsweise vor gefälschten SMS und Internetseiten, die täuschend echt aussehen und derartige Daten abgreifen sollen.

So erkennen Sie die aktuelle Leipziger Betrugsmasche

Misstrauisch sollten Verbraucher insbesondere werden, wenn eine unerwartete SMS angeblich von der Stadt Leipzig stammt und darin eine Verwarnung oder ein Knöllchen erwähnt wird.

Ein weiteres deutliches Warnsignal ist ein Link, über den angeblich sofort bezahlt oder die Forderung überprüft werden soll.

Eine Zahlungsaufforderung der Stadt Leipzig per SMS oder E-Mail ist nach Angaben der Stadt nicht der reguläre Weg.

Empfänger sollten deshalb nicht ausprobieren, ob der Link vielleicht doch funktioniert.

Nicht auf den Link klicken

Die einfachste Schutzmaßnahme lautet:

Link nicht öffnen.

Auch persönliche Daten, Kreditkartendaten, Bankverbindungen, Online-Banking-Zugangsdaten, PIN oder TAN gehören niemals auf eine Seite, die über eine solche SMS aufgerufen wurde.

Die betrügerische Nachricht kann anschließend gelöscht werden. Genau dazu rät die Stadt bei der aktuellen Masche.

Was tun, wenn tatsächlich ein Knöllchen offen sein könnte?

Gerade darin liegt die psychologische Stärke dieser Betrugsmasche.

Viele Autofahrer können nicht sofort ausschließen, irgendwo falsch geparkt oder eine Verkehrsregel verletzt zu haben.

Dadurch wirkt eine Nachricht über eine angebliche Verwarnung möglicherweise glaubwürdig.

Wer unsicher ist, sollte trotzdem nicht den Link aus der SMS verwenden.

Stattdessen sollte die Echtheit einer Forderung ausschließlich über unabhängig aufgerufene offizielle Kontakt- und Informationswege der Stadt überprüft werden.

Gefälschte Internetseiten können täuschend echt aussehen

Verbraucher sollten sich nicht darauf verlassen, eine betrügerische Seite sofort am Design erkennen zu können.

Phishing-Seiten können Logos, Farben, Schriftarten und Gestaltung echter Internetangebote nachahmen.

Selbst eine professionell aussehende Zahlungsseite ist deshalb kein Echtheitsbeweis.

Die Polizei Sachsen weist bei anderen aktuellen SMS-Betrugsmaschen ebenfalls darauf hin, dass gefälschte Nachrichten und Internetseiten häufig täuschend echt wirken.

Bereits auf den Link geklickt?

Wer den Link lediglich geöffnet, aber noch keine Daten eingegeben hat, sollte die Seite wieder schließen und dort keine weiteren Eingaben vornehmen.

Wurden dagegen bereits persönliche Daten, Kreditkarteninformationen oder Online-Banking-Daten eingegeben, besteht dringender Handlungsbedarf.

Betroffene sollten ihre Bank beziehungsweise ihren Zahlungsdienstleister über die bekannten offiziellen Kontaktwege informieren. Bei kompromittierten Bankzugängen oder Karten kann eine sofortige Sperrung erforderlich sein.

Wurden bereits Zahlungen ausgelöst, sollte die Bank möglichst schnell kontaktiert werden, um zu klären, ob die Transaktion noch gestoppt oder zurückgeholt werden kann.

Beweise nicht sofort vernichten

Wer bereits auf die Masche hereingefallen ist, sollte die SMS nicht vorschnell löschen.

Für eine spätere Anzeige können beispielsweise Screenshots der Nachricht, Absendernummer, Zeitpunkt, Internetadresse, Zahlungsbelege und Angaben zum Empfängerkonto hilfreich sein.

Die eigentliche betrügerische Internetseite sollte dafür jedoch nicht erneut aufgerufen werden.

Nicht nur Leipzig betroffen: SMS-Betrug bleibt ein Problem

Die aktuelle Knöllchen-Masche reiht sich in eine Vielzahl von Betrugsversuchen über SMS und Messenger ein.

Die Polizeidirektion Leipzig warnte bereits in diesem Jahr vor verschiedenen Formen digitaler Kriminalität. Die Polizei Sachsen weist außerdem auf gefälschte Paketnachrichten hin, bei denen ebenfalls Links zu manipulierten Internetseiten eingesetzt werden.

Die Geschichten unterscheiden sich – das Prinzip ist häufig ähnlich:

Eine Nachricht erzeugt Zeitdruck oder Unsicherheit, ein Link führt auf eine fremde Seite und dort sollen Geld oder sensible Daten abgegeben werden.

Wichtig: Eine echte Verwarnung nicht einfach ignorieren

Die aktuelle Betrugswarnung bedeutet allerdings nicht, dass Verbraucher echte Schreiben zu Verkehrsverstößen ignorieren sollten.

Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen einer echten behördlichen Mitteilung und der aktuellen SMS-Masche.

Wer tatsächlich ein offizielles Schreiben erhält, sollte die dort genannten Fristen und Informationen prüfen.

Bei Zweifeln sollte die Behörde unabhängig kontaktiert werden – nicht über einen Link oder eine Telefonnummer aus einer verdächtigen SMS.

Fazit: Leipziger sollten bei Knöllchen-SMS besonders vorsichtig sein

Die aktuelle Warnung der Stadt ist eindeutig:

Zahlungsaufforderungen werden von der Stadt Leipzig grundsätzlich nicht per SMS oder E-Mail verschickt.

Wer eine SMS über eine angeblich offene Verwarnung erhält, sollte deshalb nicht auf den enthaltenen Link klicken.

Nicht bezahlen. Keine Bankdaten eingeben. Keine persönlichen Informationen übermitteln.

Wer Zweifel hat, ob tatsächlich eine Forderung der Stadt besteht, sollte diese ausschließlich über die offiziellen und selbst aufgerufenen Kontaktwege der Stadt Leipzig überprüfen.

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