Dark Mode Light Mode

Millionenprojekt Windpark Fredenbeck: Beteiligungsgesellschaft stockt Kapital deutlich auf

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Die in Bremen ansässige Windpark Fredenbeck Beteiligungs GmbH hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresfehlbetrag von rund 3.918 Euro abgeschlossen. Im Vorjahr hatte der Verlust noch rund 2.756 Euro betragen.

Auffälliger als der vergleichsweise geringe Jahresverlust ist jedoch die Entwicklung der Bilanz. Die Bilanzsumme erhöhte sich innerhalb eines Jahres von rund 10.774 Euro auf 36.317 Euro und hat sich damit mehr als verdreifacht.

30.000 Euro fließen in die Kapitalrücklage

Ein wesentlicher Grund dafür ist eine Kapitalrücklage von 30.000 Euro, die Ende 2025 in der Bilanz ausgewiesen wird. Im Vorjahr bestand eine solche Position noch nicht.

Das Eigenkapital stieg dadurch trotz des Jahresverlustes von rund 8.832 Euro auf 34.914 Euro. Das gezeichnete Kapital blieb unverändert bei 25.000 Euro.

Gleichzeitig erhöhte sich der Verlustvortrag von rund 13.412 auf 16.168 Euro. Zusammen mit dem Jahresfehlbetrag zeigt das, dass die Gesellschaft bislang Verluste angesammelt hat.

Finanzanlagen deutlich gestiegen

Auch auf der Vermögensseite hat sich einiges verändert. Die Finanzanlagen stiegen von 7.500 auf 25.750 Euro. Laut Anhang handelt es sich dabei um Anteile an verbundenen Unternehmen, die grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet werden.

Daneben verfügte die Gesellschaft zum Jahresende über liquide Mittel von rund 10.567 Euro. Ein Jahr zuvor waren es lediglich rund 3.274 Euro.

Damit besteht nahezu die gesamte Bilanz aus Finanzbeteiligungen und Bankguthaben. Eigene Windkraftanlagen oder andere umfangreiche Sachanlagen werden in der veröffentlichten Bilanz der Beteiligungsgesellschaft nicht ausgewiesen.

Gesellschaft gehört zum wpd-Konzern

Die Windpark Fredenbeck Beteiligungs GmbH gehört zum Konzern der wpd GmbH mit Sitz in Bremen. Der Jahresabschluss weist die Gesellschaft als kleine Kapitalgesellschaft nach dem Handelsgesetzbuch aus.

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2025 Dr. Gernot Blanke. Der Jahresabschluss wurde bereits am 20. April 2026 festgestellt und am 21. August 2026 veröffentlicht.

Was die Zahlen zeigen – und was nicht

Die Zahlen deuten darauf hin, dass die Beteiligungsgesellschaft 2025 finanziell deutlich stärker ausgestattet wurde. Besonders die neue Kapitalrücklage und der Ausbau der Finanzanlagen fallen auf.

Aus dem Jahresabschluss allein geht allerdings nicht hervor, welche konkreten Investitionen hinter dem Anstieg der Finanzanlagen stehen, wie weit das Windparkprojekt Fredenbeck fortgeschritten ist oder welche Leistung und Investitionssumme für den eigentlichen Windpark vorgesehen sind. Auch Umsatzerlöse oder eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind in den vorliegenden Angaben nicht enthalten.

Fest steht damit vor allem: Die Gesellschaft wurde 2025 finanziell aufgestockt, während sie weiterhin einen kleinen Jahresverlust ausweist.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Coaching oder Kostenfalle: Verbraucherzentrale warnt vor unseriösen Anbietern

Next Post

Aggressive Haustürwerbung beim Glasfaserausbau: Verbraucherzentrale warnt vor Verkaufsdruck