Die Windpark Heinbockel Beteiligungs GmbH hat ihr erstes vollständiges Geschäftsjahr abgeschlossen. Die Gesellschaft wurde erst 2024 gegründet beziehungsweise nahm damals ihre Rechnungslegung auf; der Vorjahresabschluss umfasst lediglich das Rumpfgeschäftsjahr vom 16. Juli bis zum 31. Dezember 2024.
Zum Ende des Jahres 2025 belief sich die Bilanzsumme auf rund 19.553 Euro. Ende 2024 waren es noch rund 11.409 Euro. Damit ist die Bilanzsumme innerhalb eines Jahres um gut 71 Prozent gestiegen.
Gesellschafter zahlen restliches Kapital ein
Eine wesentliche Veränderung findet sich auf der Kapitalseite. Das Stammkapital beträgt unverändert 25.000 Euro. Ende 2024 war davon allerdings erst die Hälfte eingefordert worden. In der Bilanz standen noch 12.500 Euro nicht eingeforderte ausstehende Einlagen.
Ende 2025 waren diese ausstehenden Einlagen vollständig verschwunden. Damit wird nun das gesamte Kapital von 25.000 Euro als eingefordertes Kapital ausgewiesen.
Das erklärt auch einen wesentlichen Teil des Anstiegs der verfügbaren finanziellen Mittel.
Bankguthaben verdreifacht
Besonders deutlich erhöhte sich die Liquidität. Die Gesellschaft verfügte Ende 2025 über 12.053 Euro an Bank- beziehungsweise Zahlungsmitteln. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 3.909 Euro.
Die Finanzanlagen blieben dagegen unverändert bei 7.500 Euro. Nach Angaben im Anhang handelt es sich um Anteile an verbundenen Unternehmen.
Bemerkenswert ist damit auch, was sich noch nicht in der Bilanz findet: Größere Sachanlagen wie Windenergieanlagen, Grundstücke oder technische Anlagen werden bei dieser Beteiligungsgesellschaft nicht ausgewiesen. Aus dem Abschluss lässt sich daher nicht ableiten, wie weit die eigentliche Entwicklung oder Errichtung des Windparks Heinbockel fortgeschritten ist.
Verluste steigen
Die Gesellschaft befindet sich weiterhin in der Verlustzone. Für 2025 weist sie einen Jahresfehlbetrag von 4.564 Euro aus. Im Rumpfgeschäftsjahr 2024 waren es 2.317 Euro gewesen.
Ein direkter Vergleich ist allerdings nur eingeschränkt sinnvoll, weil 2024 lediglich fünfeinhalb Monate umfasst.
Zusammen mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr haben sich damit inzwischen Verluste von rund 6.881 Euro angesammelt. Trotzdem stieg das ausgewiesene Eigenkapital von 10.183 auf 18.119 Euro, vor allem aufgrund der vollständigen Einzahlung beziehungsweise Einforderung des Stammkapitals.
Windpark-Gesellschaft gehört zu wpd
Die Windpark Heinbockel Beteiligungs GmbH hat ihren Sitz in Bremen und gehört zum Konzern der wpd GmbH, einem Projektierer und Betreiber von Wind- und Solarenergieanlagen.
Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft ist Dr. Gernot Blanke. Der Jahresabschluss wurde am 20. April 2026 festgestellt und am 20. August veröffentlicht.
Noch wenig über das eigentliche Projekt erkennbar
Der Abschluss vermittelt vor allem einen Blick auf die gesellschaftsrechtliche und finanzielle Vorbereitung. Über Größe, Zahl der Windenergieanlagen, Investitionsvolumen, Zeitplan oder geplante Leistung des Windparks Heinbockel enthält der veröffentlichte Jahresabschluss keine Angaben.
Die Zahlen zeigen aber, dass die Beteiligungsgesellschaft 2025 finanziell weiter ausgestattet wurde. Gleichzeitig fallen weiterhin Kosten an, ohne dass aus den veröffentlichten Bilanzdaten bereits ein operatives Windparkgeschäft erkennbar wäre.
Damit dürfte insbesondere interessant werden, ob sich in den kommenden Abschlüssen aus der bislang kleinen Beteiligungsgesellschaft ein deutlich größeres Projektvehikel entwickelt.