Die Windpark Timmeler Kampen II/Reidenweg GmbH & Co. KG mit Sitz in Großefehn hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 veröffentlicht. Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich auf rund 3,0 Millionen Euro. Ursache hierfür sind vor allem planmäßige Abschreibungen auf die Windenergieanlage sowie der Abbau von Verbindlichkeiten und liquiden Mitteln.
Das Unternehmen betreibt einen Windpark in Ostfriesland und bilanziert nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB). Der veröffentlichte Jahresabschluss wurde am 18. Februar 2026 festgestellt.
Bilanzsumme sinkt deutlich
Zum 31. Dezember 2024 belief sich die Bilanzsumme auf 2,999 Millionen Euro, nachdem sie ein Jahr zuvor noch 3,611 Millionen Euro betragen hatte. Damit verringerte sich das Gesamtvermögen innerhalb eines Jahres um rund 611.000 Euro.
Der Rückgang ist vor allem auf die planmäßige Wertminderung des Anlagevermögens sowie einen deutlichen Rückgang der verfügbaren liquiden Mittel zurückzuführen.
Windenergieanlagen prägen das Vermögen
Den größten Vermögensposten bilden weiterhin die Sachanlagen, die überwiegend aus der Windenergieanlage und den dazugehörigen technischen Einrichtungen bestehen.
Das Anlagevermögen verringerte sich von 2,95 Millionen Euro auf 2,67 Millionen Euro. Davon entfielen rund 2,47 Millionen Euro auf Sachanlagen. Hinzu kamen immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von rund 151.000 Euro sowie Finanzanlagen von knapp 49.000 Euro.
Liquide Mittel deutlich gesunken
Das Umlaufvermögen ging im Jahresverlauf erheblich zurück.
Während Ende 2023 noch rund 563.000 Euro ausgewiesen wurden, belief sich dieser Posten Ende 2024 nur noch auf 228.000 Euro. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den Bankguthaben aus. Diese sanken von rund 420.000 Euro auf knapp 46.000 Euro.
Demgegenüber erhöhten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von rund 143.000 Euro auf 182.000 Euro.
Eigenkapital reduziert
Auch das Eigenkapital verringerte sich im Berichtsjahr.
Die Kapitalanteile der Kommanditisten beliefen sich zum Jahresende auf rund 597.000 Euro, nachdem sie Ende 2023 noch rund 820.000 Euro betragen hatten. Ein Bilanzgewinn oder Bilanzverlust wurde – wie bereits im Vorjahr – nicht ausgewiesen.
Darlehen weiterhin größter Finanzierungsbaustein
Die Verbindlichkeiten gingen von rund 2,74 Millionen Euro auf 2,34 Millionen Euro zurück und stellen weiterhin den größten Passivposten der Gesellschaft dar.
Davon entfielen rund 386.000 Euro auf kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Weitere rund 1,96 Millionen Euro haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Knapp 898.000 Euro werden erst nach mehr als fünf Jahren fällig.
Zur Absicherung der Bankdarlehen wurden umfangreiche Sicherheiten bestellt. Dazu gehören unter anderem die Sicherungsübereignung der Windenergieanlage und ihrer Nebenanlagen, Dienstbarkeiten, die Abtretung von Ansprüchen aus Stromerzeugung, Wartungs-, Betriebsführungs- und Versicherungsverträgen sowie Verpfändungen verschiedener Rücklagekonten.
Keine Beschäftigten
Wie bereits im Vorjahr beschäftigte die Gesellschaft im Jahr 2024 keine Mitarbeiter.
Die Geschäftsführung erfolgt durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die Windpark Timmeler Kampen Verwaltungs GmbH mit Sitz in Großefehn. Geschäftsführer sind Johann de Wall und Carsten de Wall, die jeweils einzelvertretungsberechtigt sind.
Windpark bleibt langfristig finanziert
Der Jahresabschluss zeigt einen für Betreibergesellschaften von Windenergieanlagen typischen Verlauf. Während die Vermögenswerte durch planmäßige Abschreibungen kontinuierlich sinken, werden parallel die langfristigen Finanzierungsverbindlichkeiten schrittweise zurückgeführt.
Damit bleibt die Gesellschaft weiterhin langfristig finanziert und konzentriert sich auf den Betrieb der Windenergieanlage sowie den fortlaufenden Abbau ihrer Darlehensverbindlichkeiten.