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Versteckte Steuer-Vorteile: Diese Posten bringen oft mehrere Hundert Euro zurück

Schäferle (CC0), Pixabay

Viele Arbeitnehmer und Rentner verschenken jedes Jahr bares Geld, weil sie keine Einkommensteuererklärung abgeben oder wichtige Ausgaben nicht geltend machen. Nach Einschätzung von Steuerexperten verzichten rund ein Drittel der Deutschen regelmäßig auf mögliche Erstattungen – häufig aus Unsicherheit oder weil der bürokratische Aufwand gescheut wird. Dabei können je nach persönlicher Situation Rückzahlungen von mehreren Hundert bis sogar mehreren Tausend Euro möglich sein.

Besonders häufig übersehen wird die jährliche Nebenkostenabrechnung. Viele Mieter wissen nicht, dass bestimmte Kosten daraus als haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen steuerlich berücksichtigt werden können. Dazu zählen beispielsweise Ausgaben für die Treppenhausreinigung, Gartenpflege, den Winterdienst, die Reinigung gemeinschaftlicher Flächen oder die Wartung technischer Anlagen. Auch Arbeitskosten für Reparaturen oder Modernisierungen können unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich absetzbar sein.

Entscheidend ist, dass ausschließlich die Arbeits- und Dienstleistungskosten berücksichtigt werden können. Materialkosten erkennt das Finanzamt in diesen Fällen nicht an. Vermieter weisen die begünstigten Beträge in der Nebenkostenabrechnung häufig gesondert aus. Fehlt eine entsprechende Aufstellung, können Mieter diese beim Vermieter oder der Hausverwaltung anfordern.

Neben den Nebenkosten gibt es zahlreiche weitere Ausgaben, die häufig vergessen werden. Dazu gehören beispielsweise Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer oder das Homeoffice, Fort- und Weiterbildungskosten, Fachliteratur, Arbeitsmittel, Fahrtkosten zur Arbeit, Beiträge zu Berufsverbänden sowie Spenden und außergewöhnliche Belastungen wie bestimmte Krankheitskosten.

Auch haushaltsnahe Dienstleistungen im eigenen Haushalt können die Steuerlast senken. Dazu zählen unter anderem Reinigungskräfte, Fensterputzer, Gartenarbeiten oder Pflegeleistungen. Für Handwerkerleistungen, etwa bei Renovierungen oder Reparaturen, gewährt der Staat ebenfalls eine Steuerermäßigung, sofern die Rechnung unbar bezahlt wurde.

Steuerexperten empfehlen deshalb, Belege das ganze Jahr über sorgfältig zu sammeln und die Einkommensteuererklärung nicht vorschnell aufzuschieben. Moderne Steuerprogramme oder die Unterstützung eines Lohnsteuerhilfevereins können dabei helfen, sämtliche abzugsfähigen Kosten zu erfassen.

Wer seine Steuererklärung vollständig und sorgfältig erstellt, erhöht die Chancen auf eine deutlich höhere Rückerstattung. Gerade vermeintlich kleine Einzelbeträge summieren sich häufig zu einem beachtlichen Steuerbonus, der ohne eine Steuererklärung verloren gehen würde.

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