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Starker Wellengang legt Helgoland-Verkehr lahm: Zahlreiche Fährverbindungen fallen aus

MomokoMorita (CC0), Pixabay

Starker Wellengang in der Nordsee bringt den Schiffsverkehr nach Helgoland vorübergehend weitgehend zum Erliegen. Mehrere Reedereien haben ihre Verbindungen zur einzigen deutschen Hochseeinsel kurzfristig abgesagt oder den Fahrplan deutlich eingeschränkt. Betroffen sind zahlreiche Abfahrten von Büsum, Hamburg, Brunsbüttel und Cuxhaven. Für Urlauber und Tagesausflügler bedeutet das kurzfristige Änderungen oder sogar den Ausfall ihrer Reise.

Die Reederei Adler & Eils strich sämtliche Fahrten des Hochgeschwindigkeitskatamarans „Nordlicht II“ von Büsum nach Helgoland sowohl für Donnerstag als auch für Freitag. Als Grund nennt das Unternehmen die Wetterprognosen, die starken Seegang und hohe Wellen erwarten lassen. Unter diesen Bedingungen könne der Katamaran nicht sicher eingesetzt werden.

Auch die „Funny Girl“, die ebenfalls zwischen dem Festland und Helgoland verkehrt, ist betroffen. Während die Fahrten am Donnerstag noch stattfinden sollen, wurde der Betrieb für Freitag vollständig eingestellt.

Halunder Jet mit verkürztem Fahrplan

Eingeschränkt fährt auch die Reederei FRS Helgoline. Der „Halunder Jet“ verkehrt am Donnerstag zwar weiterhin von Hamburg, Brunsbüttel und Cuxhaven, allerdings nur am Vormittag. Da sich der Wellengang im Tagesverlauf deutlich verstärken soll, wird die Rückfahrt von Helgoland bereits auf 13.30 Uhr vorgezogen. Die ursprünglich geplanten Nachmittagsverbindungen entfallen.

Für Freitag sagte die Reederei schließlich sämtliche Fahrten des Halunder Jets ab. Damit sind an diesem Tag nahezu alle regulären Schiffsverbindungen zur Insel betroffen.

Wetterlage lässt keinen sicheren Betrieb zu

Auslöser der Einschränkungen ist ein Tiefdruckgebiet über der Nordsee, das für kräftigen Wind und hohen Seegang sorgt. Gerade Schnellfähren und Katamarane reagieren empfindlich auf starke Wellen. Die Reedereien betonen deshalb, dass die Sicherheit von Passagieren und Besatzung oberste Priorität habe. Bereits bei vergleichbaren Wetterlagen mussten in der Vergangenheit Fahrten kurzfristig gestrichen werden.

Auswirkungen für Urlauber und Insulaner

Die Ausfälle treffen nicht nur Touristen, sondern auch Helgoländer, Pendler und Unternehmen auf der Insel. Viele Tagesgäste müssen ihre Ausflüge verschieben oder stornieren, während Hotelgäste ihre An- oder Abreise unter Umständen neu organisieren müssen. Auch Lieferungen auf die Insel können sich wetterbedingt verzögern.

Reisenden wird empfohlen, sich vor der Abfahrt auf den Internetseiten oder über die Service-Hotlines der jeweiligen Reedereien über den aktuellen Stand ihrer Verbindung zu informieren. Wetterbedingte Änderungen können kurzfristig erfolgen.

Hoffnung auf Entspannung zum Wochenende

Nach den aktuellen Wetterprognosen dürfte sich die Lage zum Wochenende wieder beruhigen. Die Reedereien gehen derzeit davon aus, dass der reguläre Fahrplan ab Samstag wieder aufgenommen werden kann. Ob dies tatsächlich möglich ist, hängt jedoch von der weiteren Entwicklung des Seegangs und der Windverhältnisse in der Nordsee ab. Bis dahin bleibt Helgoland für viele Reisende nur eingeschränkt erreichbar.

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