In einer weiteren deutlichen Abkehr von umweltfreundlicher Energiepolitik hat der ehemalige US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen mit Ölkonzernen am 9. Januar 2026 seine vehemente Ablehnung gegenüber Windenergie bekräftigt. In dem Gespräch im Weißen Haus bezeichnete Trump Windkraftanlagen erneut als „Verlierer“ und versprach, keine neuen Windkraftprojekte mehr zu genehmigen. „Wir haben seit meinem Amtsantritt keinen einzigen Windpark genehmigt – und das bleibt so“, erklärte er gegenüber den Anwesenden.
Trump äußerte harsche Kritik an Windparks in Europa und in Palm Springs, Kalifornien, die er als „Schrottplätze aus Stahl“ bezeichnete. Auch wenn Trump behauptet, China würde keine Windkraft nutzen, widersprechen aktuelle Daten dieser Aussage deutlich. Laut dem US-Energieministerium installierte China allein 2024 ganze 79 Gigawatt zusätzliche Windleistung und ist mittlerweile weltweit führend bei Offshore-Windprojekten.
In den USA hingegen hat Windenergie in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen. 2024 stammten bereits rund 10 % des landesweiten Stroms aus Windkraft, vorwiegend aus landbasierten Anlagen. Dennoch hat die Trump-Administration seit Beginn der zweiten Amtszeit einen regelrechten Feldzug gegen erneuerbare Energien gestartet. Neben dem Stopp von mindestens fünf Offshore-Projekten wurden auch Subventionen gekürzt und Genehmigungsverfahren eingefroren.
Kritik kommt insbesondere von Umweltorganisationen und Klimaexperten. Jesse Lee von Climate Power warnt, dass die Trump-Politik in einer Zeit wachsender Stromnachfrage – ausgelöst durch Künstliche Intelligenz und Datenzentren – besonders schädlich sei. „Trump versucht, Wind und Solar zu verbieten, während der Bedarf explodiert“, sagte Lee.
Darüber hinaus kündigte Trump jüngst den Rückzug aus über 60 internationalen Klimaabkommen an, darunter auch das UN-Rahmenübereinkommen zum Klimawandel. Dieser Schritt sorgt weltweit für Unverständnis und könnte langfristig die Führungsrolle der USA im globalen Klimaschutz schwächen.
Während die fossile Energielobby Trumps Haltung begrüßt, warnen Expert:innen vor den Folgen für Umwelt, Innovation und Verbraucherpreise. Der Ausbau erneuerbarer Energien – insbesondere Windkraft – gilt nicht nur als klimafreundlich, sondern auch als wirtschaftlich attraktiv. Dass diese Entwicklung nun gezielt ausgebremst wird, sorgt für wachsenden Widerstand bei Bevölkerung, Industrie und einigen Bundesstaaten.
Ob die USA unter Trumps Politik den Anschluss an die grüne Energiezukunft verlieren, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Der Wind hat sich in der globalen Energiepolitik längst gedreht – nur Trump stellt sich stur gegen die Richtung.
Absolut kurzsichtig. Windkraft bringt Jobs und sauberen Strom, aber hier zählen wohl wieder nur die Interessen der Öllobby. Traurig für den Klimaschutz.