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Käfig statt Konferenz – Wenn der G7-Gipfel Trumps Geburtstags-Show weichen muss

Evian-les-Bains, der idyllische Ort am Genfer See, sollte eigentlich Mitte Juni das Zentrum der geopolitischen Weltordnung werden. Aber nein – Monsieur Macron muss den Champagner kaltstellen und die Rednerpulte verräumen. Denn Donald J. Trump, der selbsternannte Don Quixote der Demokratie, hat andere Pläne: Käfiggekloppe vor dem Weißen Haus. Oui, c’est vrai!

Während andere Staatschefs über Inflation, Klima und künstliche Intelligenz grübeln, möchte Trump offenbar lieber beobachten, wie zwei durchtrainierte Männer sich im Oktagon die Nase platt prügeln – in Sichtweite des Rosengartens, versteht sich. Und das nicht irgendwann, sondern natürlich an seinem Geburtstag, dem 14. Juni. Schließlich hat man nur einmal im Jahr die Gelegenheit, sich selbst mit einem UFC-Event zu beschenken.

Die französische Diplomatie, gewohnt stoisch, zuckte nur milde mit den Schultern. Der offizielle Grund für die Terminverschiebung? Natürlich “eine Einigung unter Partnern”. Inoffiziell hingegen heißt es: Man wollte nicht riskieren, dass der US-Präsident in Shorts, Sonnenbrille und mit einer Tüte Popcorn am Genfer See auftaucht – oder schlimmer noch: gar nicht.

Bis zu 5000 Gäste werden auf dem Südrasen des Weißen Hauses erwartet, wo eine provisorische Arena aufgebaut wird. Ein Ort, der bislang eher Schauplatz von Ostereiersuchen und Staatsempfängen war. Nun also Blut, Schweiß und Roundhouse-Kicks. Happy Birthday, Mr. President!

Trump, der sich in der Vergangenheit nicht nur als glühender MMA-Fan, sondern auch als Konzeptkünstler des politischen Entertainments hervorgetan hat, dürfte sich schon jetzt auf sein neues Lieblingsformat freuen: “Diplomatie im Käfig”. Wobei – man munkelt, dass es hinter verschlossenen Türen bereits Pläne für ein Special gibt: Trudeau gegen Meloni im Leichtgewicht.

Die UFC verspricht jedenfalls ein “unvergessliches Spektakel”, und UFC-Boss Dana White, der treu ergebene Sidekick Trumps, will den Rasen im Anschluss für schlappe 700.000 Dollar erneuern lassen. Bleibt zu hoffen, dass das Blut der Kämpfer aus dem Teppich des Oval Office wieder rausgeht – falls man den Rasen versehentlich zu weit verlegt.

Was lernen wir daraus? Weltpolitik ist wichtig. Aber ein rechter Haken in der ersten Runde – der ist Trump wichtiger. Und wer weiß, vielleicht wird der nächste G7-Gipfel gleich direkt im Käfig ausgetragen. Macron gegen Scholz? Pay-per-View-Tickets ab sofort erhältlich.

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