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„ICE Out For Good“: Protestwelle in den USA nach tödlichem Polizeieinsatz in Minneapolis

Nach dem tödlichen Schusswechsel durch einen ICE-Beamten auf die dreifache Mutter Renee Nicole Good am 7. Januar in Minneapolis formiert sich landesweiter Protest gegen die US-Einwanderungsbehörde. Über 1.000 Demonstrationen und Mahnwachen sind für das Wochenende des 10. und 11. Januar angekündigt – von New York bis Greenville, South Carolina.

Die Erschütterung über den Vorfall ist groß. Renee Good, unbewaffnet und gerade auf dem Rückweg vom Schulweg ihres Kindes, wurde in ihrem Auto von einem Bundesbeamten erschossen. Dieser Vorfall hat eine Welle der Empörung ausgelöst, die sich schnell über das gesamte Land ausbreitete. In Minneapolis versammelten sich innerhalb weniger Stunden nach der Tat Hunderte Menschen zu einer Mahnwache. Bereits am 8. Januar fanden in zahlreichen Städten wie Philadelphia, Indianapolis und Sioux Falls Protestaktionen statt.

Die Proteste werden von einer breiten Koalition zivilgesellschaftlicher Gruppen unterstützt, darunter Indivisible, MoveOn, ACLU, Voto Latino und weitere Organisationen. Die Veranstalter rufen unter dem Motto „ICE Out For Good Weekend of Action“ zu friedlichen Demonstrationen auf, die möglichst am Tag stattfinden sollen, um Eskalationen zu vermeiden. Ziel sei es, die Gewalt von ICE-Einheiten öffentlich anzuprangern und strukturelle Veränderungen einzufordern.

Ein zweiter Fall – die Schüsse eines Grenzbeamten auf ein Ehepaar in Portland am 8. Januar – hat die Proteststimmung weiter angeheizt. Die Demonstrierenden fordern nicht nur eine unabhängige Untersuchung der Fälle, sondern auch ein generelles Umdenken in der Einwanderungspolitik und eine stärkere Kontrolle der Bundesbehörden.

Lokale Aktivist:innen wurden im vergangenen Jahr landesweit geschult, um auf Ereignisse wie dieses eigenständig und effektiv reagieren zu können. Laut Ezra Levin von Indivisible hätten viele Proteste bereits begonnen, bevor nationale Organisationen überhaupt eingriffen. „Die Menschen sind wütend, weil sie sich selbst oder ihre Nachbarn in Renee wiedererkennen“, sagte Levin.

Ob in Großstädten wie Los Angeles oder in kleineren Orten wie Terre Haute – die Bewegung wächst. Sie ist Ausdruck einer tiefen Unzufriedenheit mit einer als gewaltvoll empfundenen Einwanderungspolitik und dem Wunsch nach Gerechtigkeit für die Opfer von Polizeigewalt.

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