Im jüngsten Streit mit Mexiko geht es nicht um Migration, Handel oder Grenzmauern – nein, diesmal hat Trump den Wasserhahn entdeckt. Und wie immer gilt: Wenn etwas nicht in gewünschter Menge zu den USA fließt, dann wird es Zeit für Strafzölle. Fünf Prozent sollen es sein, falls Mexiko nicht spurt.
Was ist passiert?
Trump wirft Mexiko vor, den Vereinigten Staaten nicht genügend Wasser aus den gemeinsamen Grenzregionen zu überlassen. Besonders betroffen sei – natürlich – die amerikanische Viehzucht, also jener Sektor, den Trump regelmäßig wie einen bedrohten heiligen Gral behandelt. Man könnte fast meinen, kein Thema wäre so heilig wie die Kuh, wenn es um amerikanische Politik geht.
Der Vertrag von 1944 – ein Klassiker im diplomatischen Staubregal
Gemäß einem seit 1944 bestehenden Abkommen ist Mexiko verpflichtet, den USA Wasser aus dem Einzugsgebiet des Rio Grande zu liefern. Im Gegenzug erhält Mexiko Wasser aus dem weiter westlich gelegenen Rio Colorado.
Ein Deal also – und eigentlich kein schlechter.
Nur hält sich die Natur leider nicht immer an diplomatische Feinheiten. Trockenheit, Klimawandel, steigende Nachfrage – all das macht Wasser zur Währung, die heutzutage wertvoller ist als Öl.
Aber statt über Anpassung, Zusammenarbeit oder langfristige Strategien zu sprechen, setzt Trump auf sein bewährtes Mittel: Drohungen mit Zollhammer.
Strafzölle als Schweizer Taschenmesser der Trump-Politik
Ob Migration, Handel oder – jetzt neu im Sortiment – Wasser: Strafzölle scheinen Trumps Antwort auf alles zu sein.
Man könnte meinen, die US-Regierung habe keine Ministerien, sondern nur einen Werkzeugkasten mit dem Aufkleber „5 %“.
Politikstil: Wenn Wasser nicht fließt, dann eben Druck
Mexiko sieht die Lage naturgemäß anders und verweist auf hydrologische Realitäten. Doch Realitäten sind bekanntermaßen nicht Trumps stärkstes Hobby.
Stattdessen wird erneut ein Streit angeheizt, der vor allem eines zeigt:
Die Beziehungen der Nachbarn USA und Mexiko ähneln manchmal einem trockengefallenen Flussbett – viel Konfliktpotenzial, wenig Fluss, und wenn Druck kommt, dann abrupt.
Fazit
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Trump möchte mehr Wasser.
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Mexiko hält sich an einen Jahrzehnte alten Vertrag, hat aber selbst Wasserprobleme.
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Und die USA reagieren – wie so oft – mit einem Zollschwert.
Im Jahr 2025 könnte man erwarten, dass internationale Wasserpolitik cleverer gelöst wird als mit dem Motto:
„Gib uns mehr – oder zahl drauf.“