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Opec+ setzt auf Stabilität: Förderausweitung um 137.000 Barrel pro Tag beschlossen

Alexandra_Koch (CC0), Pixabay

Das Ölkartell Opec+ hält an seiner vorsichtigen Strategie fest und will die Fördermengen erneut leicht anheben. Wie die Allianz unter der Führung von Saudi-Arabien und Russland nach einer Online-Sitzung mitteilte, soll die tägliche Produktion im November um 137.000 Barrel Rohöl (je 159 Liter) steigen.

Damit setzt der Verbund den eingeschlagenen Kurs fort, frühere Kürzungen schrittweise zurückzunehmen. Hintergrund ist die Einschätzung, dass sich die globale Wirtschaftslage stabilisiert habe und die Nachfrage nach Rohöl robust bleibe.

Schrittweise Rückkehr zur Normalförderung

Die Opec+ hatte im Zuge der Energiekrise und des Ölpreisverfalls 2022 umfangreiche Produktionskürzungen beschlossen, um den Markt zu stabilisieren. Seit mehreren Monaten fährt das Bündnis die Fördermengen in kleinen Schritten wieder hoch. Laut Insidern soll der Markt nicht mit einem Überangebot überrascht werden – Ziel bleibt eine Balance zwischen stabilem Ölpreis und wachsender Nachfrage.

„Die Entscheidung reflektiert das Vertrauen in die aktuelle Marktlage“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Man sehe „stabile globale Wirtschaftsaussichten“ und einen „weiterhin soliden Energiebedarf“.

Lagerbestände weiterhin niedrig

Ein weiteres Argument für die Anpassung sind die vergleichsweise niedrigen Öl-Lagerbestände. Diese liegen laut Opec-Schätzungen unter dem Fünfjahresdurchschnitt, was auf eine anhaltend starke Nachfrage hindeutet.

Analysten erwarten, dass die Entscheidung nur moderaten Einfluss auf die Preise haben wird. Die Sorte Brent notierte zuletzt bei rund 85 US-Dollar pro Barrel.

Druck auf Opec+ wächst

Gleichzeitig steht das Kartell zunehmend unter Druck: Industrieländer fordern, die Fördermengen deutlicher zu erhöhen, um Energiepreise zu senken und Inflationstendenzen zu dämpfen. Opec+ verfolgt jedoch eine vorsichtige Linie, um Preisschwankungen und Überproduktion zu vermeiden.

Marktbeobachter sehen in der Entscheidung ein Signal, dass die Gruppe trotz geopolitischer Spannungen in Nahost und schwächelnder Weltkonjunktur auf Kontinuität setzt.

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