Verbraucherschützer warnen vor einer neuen Betrugsmasche, bei der Kriminelle gefälschte Mahnbescheide per E-Mail versenden. Die Täter treten unter dem Namen „Kanzlei-Inkasso“ beziehungsweise über die Internetseite www.kanzlei-inkasso.com auf und nutzen eine angebliche Anschrift in der Berthold-Beitz-Straße 23, 17129 Bentzin.
Die Empfänger erhalten E-Mails mit einem angehängten, vermeintlichen Mahnbescheid. Ziel der Betrüger ist es, die Betroffenen unter Druck zu setzen und zur Zahlung einer angeblich offenen Forderung zu bewegen. Teilweise wird die Bankverbindung erst im Rahmen eines Telefonats mitgeteilt, um den Eindruck eines seriösen Forderungsmanagements zu erwecken.
Verbraucher sollten solche E-Mails mit besonderer Vorsicht behandeln. Gerichtliche Mahnbescheide werden in Deutschland grundsätzlich nicht per einfacher E-Mail zugestellt. Unerwartete Zahlungsaufforderungen, hoher Zeitdruck sowie fehlende oder unklare Angaben zur Forderung sind deutliche Warnzeichen für einen Betrugsversuch.
Wer eine entsprechende Nachricht erhält, sollte den Anhang nicht unbedacht öffnen, keine Zahlungen leisten und keine persönlichen Daten preisgeben. Im Zweifel empfiehlt es sich, die Forderung bei der Verbraucherzentrale oder der Polizei überprüfen zu lassen. Wurden bereits Daten übermittelt oder Zahlungen vorgenommen, sollten Betroffene umgehend ihre Bank informieren und Strafanzeige erstatten.