Der KCD-Catella Nachhaltigkeit IMMOBILIEN Deutschland (ISIN: DE000A2DHR68) zeigt im Geschäftsjahr 2024/2025 ein ambivalentes Bild. Während langfristig solide Strukturen bestehen, war das abgelaufene Jahr durch Rückschläge geprägt.
1. Fondsvolumen und Vermögensstruktur
Das Fondsvermögen sank von 260,3 Mio. EUR (2024) auf 246,0 Mio. EUR (2025).
Immobilien machen 85 % des Gesamtvolumens aus, Liquidität ca. 18,9 % – ein vergleichsweise hoher Wert, der Stabilität sichert.
Die Finanzierungsquote liegt mit 28,7 % moderat, was Puffer gegenüber Zinsschwankungen bietet.
2. Wertentwicklung und Rendite
Die Jahresrendite (BVI) beträgt -2,0 %, nach -4,6 % im Vorjahr – eine Verbesserung, aber weiterhin negativ.
Seit Auflage (2017) beträgt die Gesamtrendite 13,6 %, was einem annualisierten Wert von ca. 1,5 % p.a. entspricht. Für Immobilienfonds ist dies eher schwach.
Der Anteilwert fiel von 10,67 EUR auf 10,21 EUR.
3. Portfolio und Immobilienmarkt
Das Immobilienportfolio wuchs leicht durch den Ankauf in Nürnberg (Wohnanlage mit 169 Apartments). Verkäufe gab es nicht.
Die Vermietungsquote sank von 96,6 % auf 94,5 %, was zusätzliche Leerstandsrisiken signalisiert.
Schwerpunkte sind Büro- und Wohnimmobilien in Metropolregionen, ergänzt durch soziale Nutzungen – ein diversifizierter, aber klassischer Core-Ansatz.
4. Ausschüttung und Kosten
Die Ausschüttung je Anteil steigt leicht auf 0,27 EUR (Vorjahr 0,25 EUR).
Die Gesamtkostenquote (TER) ist mit 1,17 % stabil und marktüblich.
5. Risiken
Wesentliche Risiken sind Leerstands- und Marktpreisrisiken.
Zinsänderungsrisiken wurden durch die EZB-Zinssenkungen reduziert.
Adressausfallrisiken (Mieterbonität) werden als moderat eingeschätzt.
6. Ausblick
Der Fonds plant weitere Investitionen in Wohn- und Spezialimmobilien (Pflegeheime, Kitas) sowie die Reduzierung von Leerständen.
Eine nachhaltige Performance hängt stark von der Stabilisierung des deutschen Immobilienmarktes ab.
Fazit für Anleger
Der Fonds zeigt trotz leichter Erholung weiterhin eine schwache Performance. Positiv sind die hohe Liquiditätsquote, die moderate Verschuldung sowie der stabile Ausschüttungstrend. Negativ wirken die zweiteilige Serie negativer Renditen, der Rückgang des Fondsvermögens und die sinkende Vermietungsquote.
Für risikoaverse Anleger bleibt der Fonds ein defensives Investment mit Nachhaltigkeitsfokus, aber aktuell ohne attraktive Wachstumsstory.
Für chancenorientierte Anleger könnte die Stabilisierung des Immobilienmarktes eine mittelfristige Erholung ermöglichen.