Wer unterwegs im Ausland auf Nummer sicher gehen möchte, surft am besten mit mobilen Daten statt über offene WLAN-Netze. Denn diese bieten im Vergleich deutlich besseren Schutz vor Datendiebstahl oder Hackerangriffen. Doch so praktisch und sicher mobiles Internet auch ist – es kann teuer werden, wenn man sich nicht rechtzeitig über die Roaming-Konditionen informiert.
Innerhalb der EU: meist kostenlos – aber mit Einschränkungen
Zwar wurde das EU-Roaming stark verbessert und erlaubt es Verbraucherinnen und Verbrauchern inzwischen, ihre heimischen Mobilfunktarife ohne Zusatzkosten innerhalb der EU zu nutzen – sogenannte „Roam like at home“-Regel. Doch auch hier gibt es Grenzen: Wer zu viel telefoniert, simst oder surft, riskiert Zusatzgebühren, wenn das sogenannte „Fair-Use-Limit“ überschritten wird.
Außerhalb Europas wird’s schnell teuer
Richtig heikel wird es außerhalb der EU: Wer in der Schweiz, in der Türkei, in den USA oder auf Kreuzfahrtschiffen das Smartphone nutzt, kann schnell mehrere hundert Euro für ein paar Minuten Datenübertragung zahlen – selbst einfache Hintergrunddienste wie das Abrufen von E-Mails oder App-Updates können gigabyteweise Daten verbrauchen, ohne dass man es merkt.
Was Nutzer tun sollten
-
Vor Reisebeginn die Roaming-Einstellungen und Tarife beim eigenen Anbieter prüfen.
-
Mobile Daten im Nicht-EU-Ausland deaktivieren und auf WLAN setzen – aber nur bei vertrauenswürdigen Netzwerken.
-
Datenpakete im Ausland buchen – viele Anbieter bieten spezielle Tages- oder Wochenpässe.
-
In den Smartphone-Einstellungen Hintergrunddaten blockieren, um unnötige Übertragungen zu vermeiden.
Fazit:
Mobiles Internet ist sicherer als öffentliches WLAN – doch wer auf Reisen unachtsam surft, kann am Ende eine böse Überraschung erleben. Gerade außerhalb Europas bleibt Roaming eine klassische Kostenfalle, der man nur mit Vorbereitung entkommt.