Die Windpark Sarmersbach Repowering Beteiligungs GmbH hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer Bilanzsumme von 58.118 Euro abgeschlossen. Im Vorjahr waren es lediglich 7.068 Euro.
Damit hat sich die Bilanzsumme innerhalb eines Jahres mehr als verachtfacht.
Der Grund dafür liegt vor allem in einem deutlichen Ausbau der Finanzanlagen sowie in zusätzlichen Eigenkapitalzuführungen.
Finanzanlagen steigen von 4.500 auf 47.500 Euro
Das Anlagevermögen erhöhte sich von 4.500 Euro auf 47.500 Euro. Es besteht vollständig aus Finanzanlagen.
Nach Angaben im Anhang werden die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet. Falls erforderlich, wird ein niedrigerer beizulegender Wert angesetzt.
Der Anstieg um 43.000 Euro zeigt, dass die Gesellschaft 2025 ihre Beteiligungsposition deutlich ausgebaut hat.
Gerade vor dem Hintergrund der Bezeichnung „Repowering Beteiligungs GmbH“ spricht die Struktur dafür, dass die Gesellschaft in erster Linie Beteiligungs- und Verwaltungsfunktionen übernimmt und nicht selbst einen Windpark mit umfangreichen technischen Anlagen betreibt.
Bankguthaben vervierfacht
Auch die liquiden Mittel legten kräftig zu.
Ende 2025 verfügte die Gesellschaft über 10.618 Euro an Bank- und Kassenbeständen. Im Vorjahr waren es lediglich 2.568 Euro.
Damit erhöhte sich die Liquidität um gut 8.000 Euro.
Für eine Gesellschaft dieser Größenordnung ist das ein deutlicher Zuwachs.
Eigenkapital steigt auf 56.700 Euro
Auf der Passivseite fällt besonders der Anstieg des Eigenkapitals auf.
Dieses erhöhte sich von 4.816 Euro auf 56.704 Euro.
Damit liegt die rechnerische Eigenkapitalquote bei rund 97,6 Prozent. Die Gesellschaft ist bilanziell damit nahezu vollständig eigenfinanziert.
Im Vorjahr lag die Eigenkapitalquote bei rund 68 Prozent.
Die Verbesserung ist erheblich.
Kapitalrücklage von 43.000 Euro aufgebaut
Ein zentraler Faktor ist die neu ausgewiesene Kapitalrücklage von 43.000 Euro.
Im Vorjahr bestand noch keine Kapitalrücklage.
Zudem wurde das bislang nicht vollständig eingeforderte Stammkapital vollständig eingezahlt. Ende 2024 waren von den 25.000 Euro gezeichnetem Kapital noch 12.500 Euro als nicht eingeforderte Einlage ausgewiesen.
Ende 2025 beträgt das eingeforderte Kapital die vollständigen 25.000 Euro.
Damit wurde die Kapitalbasis der Gesellschaft deutlich gestärkt.
Jahresverlust steigt weiter
Trotz der verbesserten Bilanzstruktur schrieb die Gesellschaft auch 2025 rote Zahlen.
Der Jahresfehlbetrag erhöhte sich von 2.799 Euro auf 3.612 Euro.
Das entspricht einer Verschlechterung um rund 29 Prozent.
Hinzu kommt ein Verlustvortrag von 7.684 Euro, nach 4.885 Euro im Vorjahr.
Damit summieren sich die bisherigen Verluste weiter auf.
Allerdings sind die absoluten Beträge im Verhältnis zur erhöhten Eigenkapitalbasis überschaubar.
Typische Struktur einer Beteiligungsgesellschaft
Dass eine Beteiligungsgesellschaft in einer frühen oder investitionsgeprägten Phase Verluste ausweist, ist nicht ungewöhnlich.
Solche Gesellschaften erzielen häufig zunächst kaum laufende Erlöse, tragen aber dennoch Kosten für Verwaltung, Jahresabschluss, Steuerberatung und gesellschaftsrechtliche Pflichten.
Ob die Beteiligungen künftig Erträge, Ausschüttungen oder Wertsteigerungen liefern, lässt sich aus dem vorliegenden Jahresabschluss noch nicht erkennen.
Eine Gewinn- und Verlustrechnung mit detaillierten Ertrags- und Aufwandsposten wurde in den vorliegenden Angaben nicht veröffentlicht.
Keine Verbindlichkeiten mehr
Besonders auffällig ist die Entwicklung der Schulden.
Ende 2024 bestanden noch Verbindlichkeiten von 200 Euro.
Zum Jahresende 2025 weist die Bilanz keine Verbindlichkeiten mehr aus.
Damit ist die Gesellschaft bilanziell schuldenfrei.
Auch die Rückstellungen gingen zurück – von 2.053 Euro auf 1.415 Euro.
Die Kapitalstruktur ist damit ausgesprochen konservativ.
Gesellschaft gehört zum wpd-Konzern
Die Windpark Sarmersbach Repowering Beteiligungs GmbH ist Teil der wpd-Gruppe.
Nach Angaben im Anhang wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der wpd GmbH mit Sitz in Bremen einbezogen.
Die Konzernzugehörigkeit ist wirtschaftlich von Bedeutung, weil die Gesellschaft damit nicht isoliert betrachtet werden sollte. Finanzierung, Projektentwicklung und Beteiligungsstrategien können in größere Konzernstrukturen eingebettet sein.
Geschäftsführung durch Dr. Gernot Blanke
Die Geschäftsführung lag im Geschäftsjahr 2025 bei Dr. Gernot Blanke.
Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Bremen unter HRB 38426 HB eingetragen.
Der Jahresabschluss wurde am 20. April 2026 festgestellt.
Was der Abschluss über die Gesellschaft verrät
Die Zahlen zeigen vor allem eines: 2025 war offenbar ein Jahr des Kapitalaufbaus.
Das Anlagevermögen wurde stark ausgeweitet, das Stammkapital vollständig eingefordert und zusätzlich eine Kapitalrücklage von 43.000 Euro aufgebaut.
Gleichzeitig bestehen keine nennenswerten Fremdverbindlichkeiten.
Damit ist die Gesellschaft bilanziell solide ausgestattet.
Offen bleibt jedoch die Frage nach der wirtschaftlichen Perspektive der Beteiligungen.
Denn der Jahresverlust ist 2025 weiter gestiegen. Noch erwirtschaftet die Gesellschaft also keinen positiven Jahresertrag.
Fazit
Die Windpark Sarmersbach Repowering Beteiligungs GmbH hat 2025 ihre finanzielle Basis deutlich gestärkt. Die Bilanzsumme stieg von rund 7.000 auf mehr als 58.000 Euro, die Finanzanlagen wurden massiv ausgebaut und die Gesellschaft ist praktisch schuldenfrei.
Dem steht ein weiterhin negativer Jahresabschluss gegenüber. Der Fehlbetrag erhöhte sich auf rund 3.600 Euro, während der Verlustvortrag auf rund 7.700 Euro anwuchs.
Der entscheidende Punkt für die nächsten Jahre wird deshalb sein, ob aus den deutlich aufgestockten Beteiligungen künftig Erträge entstehen. Bilanzseitig ist die Gesellschaft dafür gut ausgestattet – die Profitabilität muss sich jedoch noch entwickeln.