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Insolvenz trifft Mäc Geiz hart: Rund 50 Filialen stehen vor der Schließung

1820796 (CC0), Pixabay

Die Insolvenz des Haushaltsdiscounters Mäc Geiz nimmt konkrete Formen an: Das Unternehmen rechnet derzeit mit der Schließung von rund 50 seiner bundesweit 183 Filialen. Damit könnte mehr als jeder vierte Standort vom Aus betroffen sein. Welche Geschäfte geschlossen werden, steht nach Unternehmensangaben allerdings noch nicht fest. Die Entscheidung soll erst nach Abschluss der laufenden Wirtschaftlichkeitsprüfungen fallen.

„Nach derzeitigem Stand geht das Unternehmen davon aus, dass rund 50 Filialen geschlossen werden müssen“, erklärte Mäc Geiz am Montag. Ziel der Restrukturierung sei es, den verbleibenden Teil des Unternehmens langfristig wirtschaftlich aufzustellen und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern.

Insolvenzverfahren läuft seit Mai

Der Discounter hatte bereits im Mai 2026 beim Amtsgericht Halle (Saale) Insolvenz angemeldet. Seitdem wird das Unternehmen im Rahmen eines Sanierungsverfahrens neu ausgerichtet. Die nun angekündigten Filialschließungen gelten als zentraler Bestandteil dieses Prozesses.

Mit rund 1.175 Beschäftigten gehört Mäc Geiz zu den größeren Non-Food-Einzelhändlern Deutschlands. Das Unternehmen betreibt Filialen in zahlreichen Bundesländern, insbesondere in Ostdeutschland, und verkauft Haushaltswaren, Schreib- und Geschenkartikel, Spielwaren, Dekorationsprodukte sowie Waren des täglichen Bedarfs.

Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel

Wie viele Beschäftigte von den Schließungen betroffen sein werden, ist derzeit noch unklar. Klar ist jedoch, dass der angekündigte Stellenabbau viele Mitarbeiter verunsichert. Für zahlreiche Beschäftigte entscheidet sich in den kommenden Wochen, ob ihr Arbeitsplatz erhalten bleibt oder die Filiale dauerhaft geschlossen wird.

Auch für viele Innenstädte und Einkaufszentren könnten die Schließungen spürbare Folgen haben. Mäc Geiz gehört vielerorts seit Jahren zum festen Bestandteil des Einzelhandelsangebots. Leerstehende Ladenlokale würden den ohnehin schwierigen stationären Handel zusätzlich belasten.

Schwieriges Marktumfeld für Discounter

Die wirtschaftlichen Herausforderungen für den Einzelhandel haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Steigende Energie- und Personalkosten, höhere Mieten sowie eine insgesamt zurückhaltende Konsumstimmung setzen viele Handelsunternehmen unter Druck. Gleichzeitig wächst der Wettbewerb durch große Online-Händler und internationale Discounter, die mit aggressiven Preisen und einem breiten Sortiment um Kunden werben.

Vor allem Unternehmen im Non-Food-Bereich stehen zunehmend vor der Herausforderung, ihre Filialnetze wirtschaftlich zu betreiben. Sinkende Kundenfrequenzen in Innenstädten und verändertes Einkaufsverhalten erschweren die Lage zusätzlich.

Entscheidung über Standorte steht noch aus

Welche Filialen geschlossen werden, ist derzeit noch offen. Nach Angaben des Unternehmens werden sämtliche Standorte anhand ihrer wirtschaftlichen Perspektiven überprüft. Kriterien dürften unter anderem Umsatzentwicklung, Mietkosten, Standortqualität und langfristige Ertragschancen sein.

Bis zu einer endgültigen Entscheidung bleiben die Filialen zunächst geöffnet. Der Geschäftsbetrieb läuft nach Angaben des Unternehmens unverändert weiter. Kunden können weiterhin einkaufen, während hinter den Kulissen an einer Zukunftslösung gearbeitet wird.

Ob die Sanierung gelingt, hängt maßgeblich davon ab, ob es gelingt, den verbleibenden Filialbestand dauerhaft profitabel aufzustellen. Für Beschäftigte, Kunden und Vermieter beginnt damit eine Phase großer Unsicherheit – mit der Hoffnung, dass zumindest ein Großteil des traditionsreichen Discounters erhalten werden kann.

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