Die AZKA GmbH aus Frankfurt am Main befindet sich in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Das Amtsgericht Baden-Baden hat am 25. Juni 2026 umfangreiche Sicherungsmaßnahmen angeordnet und einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 11 IN 101/26 geführt.
Betroffen ist die AZKA GmbH mit Sitz in der Idsteiner Straße 16a, 60326 Frankfurt am Main. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 143325 eingetragen. Geschäftsführer ist Miguel Enriquez Blanco.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Rainer Bachert aus Offenburg. Gleichzeitig ordnete das Insolvenzgericht einen Zustimmungsvorbehalt an. Damit dürfen Verfügungen über das Vermögen der Gesellschaft nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters vorgenommen werden. Darüber hinaus wurden sämtliche Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen die Gesellschaft einstweilen untersagt beziehungsweise bereits eingeleitete Maßnahmen eingestellt.
Der vorläufige Insolvenzverwalter erhielt weitreichende Befugnisse. Er darf Bankguthaben und Forderungen einziehen, Sonderkonten für die Insolvenzmasse eröffnen, Auskünfte bei Kreditinstituten einholen sowie die Geschäftsräume betreten und sämtliche Geschäftsunterlagen prüfen. Gleichzeitig wurde er als Sachverständiger beauftragt, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zu untersuchen und festzustellen, ob ein Insolvenzgrund vorliegt und ob eine Fortführung des Geschäftsbetriebs Aussicht auf Erfolg hat.
Nach den Handelsregisterangaben und öffentlich zugänglichen Unternehmensinformationen ist die AZKA GmbH im Bereich Logistik-, Transport- und Personaldienstleistungen tätig. Das Unternehmen bietet insbesondere Dienstleistungen in den Bereichen Lagerlogistik, Kommissionierung, Verpackung, Transportorganisation sowie Arbeitnehmerüberlassung und Personalvermittlung an. Zu den Kunden zählen vor allem Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistik, die externe Dienstleistungen für ihre Lieferketten und Personalplanung in Anspruch nehmen.
Das Geschäftsmodell der Gesellschaft basiert auf der Bereitstellung flexibler Logistik- und Personallösungen. Dazu gehören die Unterstützung bei Lager- und Versandprozessen, die Organisation logistischer Abläufe sowie der Einsatz qualifizierter Arbeitskräfte für unterschiedliche Branchen.
Mit der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung beginnt die Sicherungsphase des Insolvenzverfahrens. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird nun prüfen, ob ausreichend Vermögen vorhanden ist, um ein reguläres Insolvenzverfahren zu eröffnen. Gleichzeitig wird untersucht, ob der Geschäftsbetrieb fortgeführt oder im Rahmen einer Sanierung erhalten werden kann.
Für Kunden und Geschäftspartner bedeutet die vorläufige Insolvenzverwaltung zunächst nicht automatisch das Ende der Geschäftstätigkeit. Ziel der gerichtlichen Sicherungsmaßnahmen ist es vielmehr, das Vermögen des Unternehmens zu schützen, laufende Geschäftsprozesse – soweit wirtschaftlich sinnvoll – aufrechtzuerhalten und die Voraussetzungen für eine mögliche Sanierung oder geordnete Abwicklung zu schaffen.