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Windpark Kerken-Eyll erwirtschaftet erneut Gewinn – Schulden weiter reduziert

geralt (CC0), Pixabay

Die SL Windpark Kerken-Eyll GmbH & Co. KG hat das Geschäftsjahr 2025 erneut mit einem deutlichen Gewinn abgeschlossen. Trotz rückläufiger Umsätze und einer geringeren Betriebsleistung erwirtschaftete der Betreiber des Windparks einen Jahresüberschuss von rund 385.000 Euro. Gleichzeitig konnte das Unternehmen seine Bankverbindlichkeiten weiter abbauen und seine Liquidität deutlich stärken.

Wie aus dem veröffentlichten Jahresabschluss hervorgeht, verringerte sich die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2025 leicht von 21,70 Millionen Euro auf 20,77 Millionen Euro. Ursache hierfür sind vor allem die planmäßigen Abschreibungen auf die Windenergieanlagen sowie die fortschreitende Tilgung langfristiger Darlehen.

Das Anlagevermögen sank infolge der jährlichen Abschreibungen von 19,39 Millionen Euro auf 18,27 Millionen Euro. Allein im Geschäftsjahr 2025 wurden Sachanlagen in Höhe von 1,12 Millionen Euro abgeschrieben. Gleichzeitig erhöhte sich das Umlaufvermögen von 1,65 Millionen Euro auf 1,87 Millionen Euro. Besonders die liquiden Mittel entwickelten sich positiv: Die Guthaben bei Kreditinstituten stiegen von rund 881.000 Euro auf knapp 1,2 Millionen Euro. Damit verfügt die Gesellschaft über eine verbesserte finanzielle Ausstattung.

Auf der Ertragsseite musste der Windpark allerdings leichte Einbußen hinnehmen. Das Rohergebnis verringerte sich von 2,64 Millionen Euro auf 2,41 Millionen Euro. Auch die Zinserträge gingen geringfügig zurück. Dem standen jedoch niedrigere betriebliche Aufwendungen sowie gesunkene Zinskosten gegenüber. Die Zinsaufwendungen reduzierten sich auf rund 270.500 Euro, nachdem sie im Vorjahr noch bei knapp 296.400 Euro gelegen hatten.

Unter dem Strich erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von 385.170,97 Euro. Das Ergebnis liegt damit nur geringfügig unter dem Vorjahreswert von 387.482,70 Euro und zeigt, dass der Windpark weiterhin stabile Erträge erwirtschaftet. Der gesamte Gewinn wurde den Kapitalkonten der Gesellschafter gutgeschrieben, sodass kein Bilanzgewinn ausgewiesen wird.

Ein weiterer positiver Aspekt ist die Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten. Die Bankdarlehen konnten innerhalb eines Jahres um rund 1,19 Millionen Euro auf 14,93 Millionen Euro reduziert werden. Gleichzeitig bestehen weiterhin Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2,14 Millionen Euro sowie sonstige Verbindlichkeiten von rund 2,26 Millionen Euro. Darin enthalten sind unter anderem langfristige partiarische Darlehen über 1,24 Millionen Euro sowie Nachrangdarlehen von 850.000 Euro, die teilweise erst bis zum Jahr 2041 zurückgezahlt werden müssen.

Das Eigenkapital blieb mit 1,31 Millionen Euro unverändert. Es setzt sich aus den Kapitalanteilen der Kommanditisten in Höhe von 50.000 Euro sowie Rücklagen von rund 1,26 Millionen Euro zusammen. Ein Bilanzgewinn oder Bilanzverlust wurde – wie bereits im Vorjahr – nicht ausgewiesen.

Neben den bilanzierten Verpflichtungen bestehen weitere langfristige finanzielle Verpflichtungen. Dazu zählen unter anderem Pachtverträge für die Standorte der Windenergieanlagen, Verträge über die kaufmännische Betriebsführung, Wartungs- und Serviceverträge sowie Zinsverpflichtungen aus bestehenden Finanzierungen. Über die verbleibenden Vertragslaufzeiten summieren sich diese Verpflichtungen auf rund 9,1 Millionen Euro.

Die Finanzierung der Bankdarlehen ist umfangreich abgesichert. Unter anderem dienen die Windenergieanlagen, das Umspannwerk, Forderungen aus der Stromvermarktung sowie verschiedene Rücklagen und Sicherungskonten als Kreditsicherheiten. Zusätzlich wurden Kapitaldienst- und Rückzahlungsreserven eingerichtet, um die langfristige Bedienung der Darlehen sicherzustellen.

Die Gesellschaft beschäftigt – mit Ausnahme der Geschäftsführung über die persönlich haftende Gesellschafterin SL Verwaltungs-GmbH – keine eigenen Mitarbeiter. Geschäftsführer der Komplementärin ist Klaus Schulze Langenhorst, der den Jahresabschluss am 26. Mai 2026 unterzeichnete. Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 29. Mai 2026.

Insgesamt präsentiert sich die wirtschaftliche Lage der SL Windpark Kerken-Eyll GmbH & Co. KG weiterhin stabil. Zwar führten geringere Erlöse zu einem leichten Rückgang des operativen Ergebnisses, dennoch blieb die Gesellschaft profitabel. Durch den kontinuierlichen Schuldenabbau, steigende Liquiditätsreserven und ein konstantes Eigenkapital verfügt der Windpark über eine solide finanzielle Basis für den weiteren Betrieb der Anlagen.

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