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Google zählt Android-Backups künftig zum Cloud-Speicher – Das sollten Nutzer jetzt wissen

KoLa (CC0), Pixabay

Google ändert die Spielregeln für Android-Backups. Seit dem 7. Juli 2026 werden Sicherungsdaten eines Android-Smartphones auf den verfügbaren Speicherplatz des Google-Kontos angerechnet. Für viele Nutzer dürfte die Änderung zunächst kaum auffallen. Wer jedoch sein kostenloses Speicherkontingent bereits nahezu ausgeschöpft hat, könnte künftig schneller an die Speichergrenze stoßen.

Mehr Daten belegen künftig den Cloud-Speicher

Bislang beanspruchten vor allem Fotos und Videos in Google Fotos sowie bestimmte MMS-Daten den Speicherplatz eines Google-Kontos. Künftig zählen auch klassische Android-Backups dazu. Betroffen sind unter anderem App-Daten, SMS-Nachrichten, Anruflisten sowie Geräteeinstellungen.

Die neue Regelung gilt sowohl für den kostenlosen Speicher von 15 Gigabyte als auch für kostenpflichtige Google-One-Abonnements.

Nach Angaben von Google steigt der Speicherbedarf eines durchschnittlichen Backups um rund 40 Megabyte. Das klingt zunächst wenig, kann jedoch zum Problem werden, wenn der Cloud-Speicher bereits fast vollständig belegt ist.

Einführung erfolgt schrittweise

Die Umstellung beginnt zunächst für neue Android-Nutzer. Bestehende Google-Konten sollen die neue Speicherregelung nach und nach in den kommenden Monaten erhalten. Nutzer werden die Änderung daher nicht alle gleichzeitig bemerken.

Mehr Kontrolle über Sicherungen

Parallel zur neuen Speicherpolitik erweitert Google die Einstellungsmöglichkeiten für Android-Backups. Nutzer können künftig gezielt auswählen, welche Apps ihre Daten überhaupt im Google-Konto sichern dürfen.

Dadurch lässt sich der Umfang der Sicherung deutlich reduzieren, ohne das komplette Backup zu deaktivieren. Wer beispielsweise auf eine Sicherung bestimmter Apps verzichten kann, spart Speicherplatz und behält trotzdem wichtige Gerätedaten gesichert.

Auf Pixel-Smartphones finden sich die neuen Optionen unter:

  • Einstellungen
  • Google-Dienste
  • Sicherung
  • Sicherungsdetails
  • Weitere Gerätedaten → App-Daten

Bei Smartphones anderer Hersteller hängt die Verfügbarkeit von der jeweiligen Android-Version und den Software-Updates ab.

Das bedeutet die Änderung für Nutzer

Für die meisten Anwender dürfte sich im Alltag wenig ändern. Wer jedoch den kostenlosen Google-Speicher intensiv nutzt und zahlreiche Fotos, Videos oder E-Mails gespeichert hat, sollte sein Speicherkonto regelmäßig kontrollieren.

Ist der Speicher vollständig belegt, können unter anderem Backups, Gmail oder Google Drive beeinträchtigt werden. In diesem Fall bleibt entweder das Aufräumen des Kontos oder der Wechsel auf einen kostenpflichtigen Google-One-Tarif.

Fazit

Mit der neuen Regelung schafft Google eine einheitlichere Verwaltung des Cloud-Speichers, verlagert aber gleichzeitig einen weiteren Teil der Datensicherung in das begrenzte Speicherkontingent der Nutzer. Positiv ist, dass Android künftig deutlich mehr Möglichkeiten bietet, den Umfang der Backups individuell anzupassen. Wer seinen Speicher im Blick behält und unnötige Sicherungen deaktiviert, kann die Auswirkungen der Änderung meist problemlos begrenzen.

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