Liebe Fußballfans, was war das denn bitte für ein Spiel? Wer nach den ersten 45 Minuten dachte, der Titelverteidiger sei auf dem Weg nach Hause, wurde eines Besseren belehrt. Argentinien lag gegen Ägypten mit 0:2 zurück, spielte phasenweise ideenlos – und stand kurz vor dem WM-Aus. Doch dann kam einer, der offenbar beschlossen hatte, das Drehbuch einfach selbst umzuschreiben: Lionel Messi.
Dabei sah zunächst alles nach einer riesigen Überraschung aus. Ägypten verteidigte leidenschaftlich, nutzte seine Chancen eiskalt und brachte den Favoriten ordentlich ins Schwitzen. Nach der Pause drückte Argentinien zwar ununterbrochen, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Stattdessen jubelte plötzlich wieder Ägypten. Der VAR nahm den Treffer zwar wegen eines Foulspiels zurück, doch die Nordafrikaner ließen sich davon überhaupt nicht beeindrucken und machten wenig später tatsächlich das 2:0. Ganz ehrlich? Da hatte ich Argentinien schon fast abgeschrieben.
Doch genau dann zeigte sich, warum Messi einer der größten Fußballer aller Zeiten ist. Erst bereitete er den Anschlusstreffer vor, wenige Minuten später traf er selbst zum 2:2. Plötzlich war das Stadion ein einziger Hexenkessel. Die Argentinier glaubten wieder an sich, Ägypten wirkte müde – und jeder Zuschauer wusste: Hier ist noch längst nicht Schluss.
Als sich alle schon auf die Verlängerung eingestellt hatten, kam der letzte Angriff. Ein blitzsauberer Konter, Enzo Fernández behielt die Nerven und schob zum 3:2 ein. Wahnsinn! Die argentinischen Fans rasteten völlig aus, während auf der ägyptischen Bank die Emotionen hochkochten. Diskussionen, Proteste und eine wahre Kartenflut sorgten dafür, dass in der langen Nachspielzeit kaum noch Spielfluss aufkam.
Mein Fazit? Argentinien hat sich mit viel Glück, aber noch mehr Leidenschaft ins Viertelfinale gerettet. Solche Spiele machen eine Weltmeisterschaft aus. Sie zeigen, dass im Fußball wirklich alles möglich ist – bis zum allerletzten Pfiff.
Ägypten kann trotz des Ausscheidens stolz auf seine Leistung sein. Die Mannschaft brachte den Weltmeister an den Rand einer Sensation und verlangte ihm alles ab. Am Ende fehlten nur wenige Minuten zum größten Erfolg der jüngeren Fußballgeschichte des Landes.
Und Argentinien? Der Titelverteidiger lebt – allerdings mit einem ordentlichen blauen Auge. Wenn die Mannschaft auch im Viertelfinale so spät aufwacht, könnte die nächste Runde die letzte sein. Aber solange Lionel Messi auf dem Platz steht, sollte wohl niemand den Weltmeister zu früh abschreiben.