Am Ende zählt nur das Weiterkommen. Kolumbien hat sich mit einem knappen, aber verdienten 1:0-Erfolg gegen Ghana das letzte Ticket für das Achtelfinale gesichert und darf sich nun auf das Duell mit der Schweiz freuen. Glanzvoll war der Auftritt der Cafeteros nicht über die gesamten 90 Minuten – abgeklärt aber allemal.
Die Südamerikaner machten von Beginn an deutlich, dass sie dieses Spiel bestimmen wollten. Mit viel Ballbesitz, klugen Kombinationen und hohem Tempo setzten sie Ghana früh unter Druck. Die logische Folge: Bereits nach 14 Minuten brachte Jhon Arias sein Team in Führung. Zu diesem Zeitpunkt sprach alles für Kolumbien, während die Black Stars offensiv kaum stattfanden und zur Pause froh sein konnten, nur mit einem Tor Rückstand in die Kabine zu gehen.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Ghana zwar deutlich mehr Mut. Die Afrikaner störten früher, liefen aggressiver an und versuchten, das Spiel endlich an sich zu reißen. Doch zwischen guter Absicht und echter Torgefahr lagen an diesem Abend Welten. Die Defensive Kolumbiens stand sicher, während Ghana im letzten Drittel die Ideen und die Präzision fehlten.
Auf der anderen Seite boten sich den Cafeteros immer wieder Räume für Konter. Mehrfach hatten sie die Gelegenheit, den Sack endgültig zuzumachen, doch die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. So blieb die Partie bis zum Schlusspfiff unnötig spannend – auch wenn Ghana kaum einmal ernsthaft den Ausgleich erzwingen konnte.
Unter dem Strich steht ein verdienter Erfolg für Kolumbien. Die Mannschaft überzeugte mit einer reifen Vorstellung, kontrollierte das Spiel über weite Strecken und ließ defensiv nur wenig zu. Im Achtelfinale wartet nun mit der Schweiz allerdings eine deutlich größere Herausforderung. Dort werden die vergebenen Chancen wohl nicht mehr so folgenlos bleiben wie gegen Ghana.