Der Bürger-Windpark Holzacker-Knorburg GmbH & Co. KG hat 2025 trotz eines unterdurchschnittlichen Windjahres erneut ein solides Ergebnis erzielt. Der Jahresabschluss zeigt jedoch, dass die schwächeren Windverhältnisse ihre Spuren hinterlassen haben. Zwar sank der Gewinn spürbar, dennoch bleibt die wirtschaftliche Lage insgesamt robust. Für Anleger sprechen insbesondere die hohe Eigenkapitalquote, der konsequente Schuldenabbau und eine attraktive Ausschüttung für Stabilität.
Gewinn geht zurück – bleibt aber auf hohem Niveau
Der Jahresüberschuss verringerte sich von 2,31 Millionen Euro auf 1,86 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von rund 19 Prozent.
Hauptursache war nach Angaben der Gesellschaft das windschwache Jahr 2025. Die Stromerlöse sanken von 4,98 Millionen Euro auf 4,68 Millionen Euro. Gleichzeitig fiel auch der Gewinnbeitrag der Tochtergesellschaft Bürgerenergiegesellschaft Hollmark GmbH & Co. KG geringer aus.
Starke Bilanz mit hoher Eigenkapitalquote
Die Bilanz vermittelt dennoch ein solides Bild.
Das Eigenkapital stieg auf 7,70 Millionen Euro nach 7,20 Millionen Euro im Vorjahr. Damit finanziert die Gesellschaft inzwischen mehr als 53 Prozent ihrer Bilanzsumme aus Eigenmitteln – ein für Windparkgesellschaften komfortabler Wert.
Noch erfreulicher aus Anlegersicht: Die Bankverbindlichkeiten wurden erneut deutlich reduziert. Sie sanken innerhalb eines Jahres von 8,10 Millionen Euro auf 6,10 Millionen Euro. Damit setzt sich der kontinuierliche Schuldenabbau fort. Gleichzeitig erhöhten sich die liquiden Mittel von 1,57 Millionen Euro auf 1,78 Millionen Euro.
Attraktive Ausschüttung für Anleger
Trotz des Gewinnrückgangs erhielten die Kommanditisten im Geschäftsjahr Entnahmen von insgesamt 1,36 Millionen Euro. Das entspricht einer Ausschüttung von 30 Prozent des Kommanditkapitals und unterstreicht die weiterhin hohe Ertragskraft des Windparks.
Positiver Blick nach vorn
Für Zuversicht sorgt der Ausblick der Geschäftsführung. Bereits im ersten Quartal 2026 lagen die Stromerträge nach Unternehmensangaben deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Einspeisemengen stiegen gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum um rund 27 Prozent, die Erlöse sogar um etwa 21 Prozent.
Hinzu kommt ein wichtiger Stabilitätsfaktor: Die Windenergieanlagen wurden bereits 2014 in Betrieb genommen und profitieren weiterhin von den damals garantierten EEG-Vergütungssätzen. Dadurch bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung bis zum Ende der 20-jährigen Förderperiode gut kalkulierbare Einnahmen.
Kritische Punkte bleiben
Ganz ohne Risiken ist das Investment dennoch nicht. Die Stromproduktion bleibt naturgemäß stark vom Windaufkommen abhängig. Das Jahr 2025 hat gezeigt, wie deutlich sich schwächere Windverhältnisse unmittelbar auf Umsatz und Gewinn auswirken können.
Zudem sinken die Erträge aus der Beteiligung an der Tochtergesellschaft ebenfalls leicht. Langfristig werden Anleger außerdem beobachten müssen, wie sich der Windpark nach Auslaufen der EEG-Förderung wirtschaftlich behaupten kann.
Fazit für Anleger
Der Bürger-Windpark Holzacker-Knorburg präsentiert sich weiterhin als finanziell sehr solide aufgestelltes Windparkunternehmen. Trotz eines schwachen Windjahres wurden ein hoher Gewinn erzielt, Schulden deutlich reduziert und eine attraktive Ausschüttung vorgenommen. Die hohe Eigenkapitalquote und der positive Start ins Jahr 2026 sprechen für Stabilität.
Aus Anlegersicht überwiegen derzeit die positiven Signale. Der Rückgang des Gewinns erscheint vor allem wetterbedingt und nicht Ausdruck struktureller wirtschaftlicher Probleme. Entscheidend wird sein, ob sich die bessere Windentwicklung im Jahr 2026 bestätigt und der Windpark an seine früheren Ertragsniveaus anknüpfen kann.