Spanien hat die nächste Duftmarke bei dieser Weltmeisterschaft gesetzt. Das 3:0 gegen Österreich war nicht spektakulär, aber über weite Strecken eine Demonstration von Kontrolle, Qualität und Kaltschnäuzigkeit. La Furia Roja spielt bislang genau den Fußball, der Titelträume nährt.
Österreich hielt nach der Pause zunächst noch ordentlich dagegen, doch je länger das Spiel dauerte, desto deutlicher wurden die Unterschiede. Während die Spanier den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen ließen, leistete sich die ÖFB-Elf immer mehr einfache Abspielfehler. Gegen eine Mannschaft wie Spanien sind das Einladungen – und die werden gnadenlos angenommen.
Der Kopfballtreffer von Pedro Porro war letztlich die Vorentscheidung. Danach fehlte Österreich der Glaube an die Wende. Offensiv kam kaum noch etwas, stattdessen musste David Alaba mit einer Rettungstat auf der Linie sogar noch Schlimmeres verhindern. Doch wenige Minuten später machte Mikel Oyarzabal mit seinem zweiten Treffer endgültig alles klar.
Am Ende steht ein souveräner 3:0-Erfolg, der auch in dieser Höhe verdient ist. Spanien überzeugte nicht nur mit seiner spielerischen Klasse, sondern vor allem mit einer beeindruckenden Defensivleistung. Kaum Chancen zugelassen, kaum Unsicherheiten – genau so gewinnt man K.-o.-Spiele.
Für Österreich endet die WM dagegen mit gemischten Gefühlen. Einsatz und Leidenschaft waren da, doch gegen einen Gegner dieser Qualität reicht Mut allein eben nicht. Wer im letzten Drittel zu harmlos bleibt und sich zu viele technische Fehler erlaubt, fährt früher oder später nach Hause.
Jetzt kommt es zum iberischen Kracher gegen Portugal. Wenn Spanien dieses Niveau hält, dürfte es für jeden Gegner bei dieser Weltmeisterschaft extrem schwer werden.