Die 117. WestWind Windpark GmbH & Co. KG aus Kirchdorf weist auch für das Geschäftsjahr 2024 eine äußerst kleine und wirtschaftlich angespannte Bilanz aus. Aus dem veröffentlichten Jahresabschluss geht hervor, dass die Gesellschaft weiterhin über kein Eigenkapital verfügt und die bilanziellen Verluste erneut angestiegen sind. Die Gesellschaft befindet sich offenbar weiterhin in einer frühen Projekt- oder Verwaltungsgesellschaftsphase und betreibt noch keinen nennenswerten operativen Geschäftsbetrieb.
Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Jahresende leicht von 5.090 Euro auf 5.794 Euro. Die Vermögenswerte bestehen nahezu ausschließlich aus einem sehr geringen Umlaufvermögen sowie einem bilanzierten Verlustanteil der Kommanditisten.
Das Umlaufvermögen belief sich zum 31. Dezember 2024 auf lediglich 481 Euro, nach 250 Euro im Vorjahr. Darin enthalten sind unter anderem Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 170 Euro, die gegenüber dem Vorjahr unverändert blieben.
Besonders auffällig bleibt der Posten „Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil der Kommanditisten“, der von 4.840 Euro auf 5.313 Euro anwuchs. Dieser Bilanzposten entsteht, wenn die aufgelaufenen Verluste das vorhandene Eigenkapital vollständig aufgezehrt haben und darüber hinausgehen. Wirtschaftlich bedeutet dies, dass die Gesellschaft bilanziell überschuldet ist und die Verluste ausschließlich durch die Kommanditisten getragen werden.
Das Eigenkapital wird daher unverändert mit null Euro ausgewiesen. Die Verluste haben das gesamte eingezahlte Kapital vollständig aufgezehrt.
Die Rückstellungen stiegen leicht von 4.340 Euro auf 4.423 Euro. Dabei dürfte es sich überwiegend um Rückstellungen für Abschluss- und Verwaltungskosten handeln, wie sie bei kleineren Projektgesellschaften üblich sind.
Auch die Verbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von 750 Euro auf 1.371 Euro. Sämtliche Verpflichtungen sind kurzfristig und innerhalb eines Jahres fällig. Die absolute Höhe der Schulden bleibt allerdings weiterhin sehr gering.
Die Bilanz verdeutlicht, dass die Gesellschaft bislang kaum operative Vermögenswerte aufgebaut hat. Weder Anlagevermögen noch nennenswerte liquide Mittel oder Forderungen aus laufendem Geschäft sind vorhanden. Vielmehr scheint die Gesellschaft derzeit vor allem Verwaltungskosten zu verursachen, die zu den fortlaufenden Jahresverlusten führen.
Die 117. WestWind Windpark GmbH & Co. KG befindet sich damit weiterhin in einer wirtschaftlich frühen Entwicklungsphase. Der Jahresabschluss zeigt keine Hinweise auf bereits errichtete Windenergieanlagen oder laufende Stromerträge. Stattdessen prägen geringe Vermögenswerte, steigende Verlustanteile der Kommanditisten und ausschließlich verwaltungsbedingte Verpflichtungen das Zahlenwerk. Ob und wann das Unternehmen in eine operative Projekt- oder Ertragsphase übergeht, lässt sich aus dem veröffentlichten Abschluss noch nicht ableiten.