Donald Trump hat einen neuen Kandidaten für die Leitung der US-Einwanderungsbehörde ICE präsentiert. Offenbar lautete das Anforderungsprofil: „Hat schon mal eine Uniform getragen, kennt keine Angst und lächelt auch bei Gegenwind.“
Der Auserwählte ist ehemaliger Marine, Ex-Polizist und verfügt über jede Menge Einsatzerfahrung. Verwaltung? Papierkram? Excel? Eher Nebensache. Hauptsache, der Mann weiß, wie man morgens Stiefel schnürt.
Trump überschlug sich natürlich vor Begeisterung. Sein Kandidat sei ein großartiger Anführer, liebe ICE und wolle illegale Einwanderer „von den Straßen holen“. Man könnte meinen, die Stellenbeschreibung sei direkt auf einer Wahlkampfveranstaltung geschrieben worden.
Sollte der Senat zustimmen, übernimmt der Neue eine Behörde mit 22.000 Mitarbeitern und einem Milliardenbudget. Und vermutlich auch eine Kaffeemaschine, die seit der Obama-Regierung auf Entkalkung wartet.
Bei ICE selbst dürfte die Überraschung groß gewesen sein. Viele Mitarbeiter erfuhren von ihrem möglichen neuen Chef wahrscheinlich gleichzeitig mit der Öffentlichkeit. Klassisches Trump-Recruiting eben: „Herzlichen Glückwunsch, Sie wurden eben befördert. Hoffentlich haben Sie Ihr Handy dabei.“
Die Opposition runzelt bereits die Stirn, Unterstützer applaudieren, Nachrichtensender diskutieren rund um die Uhr – also eigentlich ein ganz normaler Samstag in der amerikanischen Politik.
Der Kandidat gilt als Mann fürs Grobe. Katastrophenschutz, Grenzsicherung, Einsätze gegen Unruhen – die Vita liest sich wie eine Mischung aus „Top Gun“, „NCIS“ und „Walker, Texas Ranger“.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch die Bestätigung durch den Senat.
Und falls das klappt, dürfte bei ICE künftig das neue Motto gelten:
„Bitte ziehen Sie eine Nummer… falls Sie überhaupt noch Zeit dafür haben.“