Sachsen erlebt derzeit eine ausgeprägte Hitzewelle. In vielen Regionen steigen die Temperaturen auf deutlich über 30 Grad, örtlich werden sogar Werte von bis zu 40 Grad erwartet. Der Deutsche Wetterdienst hat bereits Hitzewarnungen herausgegeben. Die Verbraucherzentrale Sachsen rät deshalb dazu, Ernährung und Trinkverhalten an die außergewöhnlichen Wetterbedingungen anzupassen.
Ausreichend trinken ist jetzt besonders wichtig
An heißen Tagen verliert der menschliche Körper durch das Schwitzen große Mengen Flüssigkeit. Bis zu drei Liter Schweiß pro Tag sind bei hohen Temperaturen keine Seltenheit. Gleichzeitig gehen wichtige Mineralstoffe verloren. Bereits ein Flüssigkeitsverlust von etwa zwei Prozent des Körpergewichts kann zu Kopfschmerzen, Konzentrationsproblemen, Schwindel und Erschöpfung führen.
Empfohlen wird daher, regelmäßig zu trinken und nicht erst auf das Durstgefühl zu warten. Ideal sind Wasser, mit Zitrone oder Minze verfeinertes Leitungswasser, verdünnte Fruchtschorlen sowie abgekühlte Kräutertees. Wer stark schwitzt, kann den Mineralstoffverlust durch natriumreiches Mineralwasser ausgleichen. Alkoholische Getränke und Energydrinks sollten hingegen gemieden werden, da sie den Flüssigkeitsverlust zusätzlich fördern können.
Leichte Kost entlastet den Körper
Schwere und fettreiche Mahlzeiten belasten den Organismus an heißen Tagen zusätzlich. Die Verdauung erzeugt Wärme, wodurch sich das Hitzegefühl noch verstärken kann.
Empfohlen werden mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt. Besonders geeignet sind frisches Gemüse und Obst mit hohem Wasseranteil wie Gurken, Tomaten, Zucchini, Radieschen, Melonen oder Beeren. Auch kalte Suppen, Salate, Smoothies oder Joghurt mit Früchten eignen sich hervorragend für heiße Sommertage.
Während scharfe Gewürze wie Chili den Körper zusätzlich aufheizen können, darf etwas Salz ruhig verwendet werden. Dadurch lassen sich die beim Schwitzen verlorenen Mineralstoffe teilweise ersetzen.
Kinder und Senioren besonders gefährdet
Besondere Aufmerksamkeit benötigen ältere Menschen und Kinder. Senioren verspüren häufig weniger Durst und trinken deshalb oft zu wenig. Kinder wiederum vergessen beim Spielen häufig das Trinken.
Angehörige, Eltern und Pflegekräfte sollten deshalb aktiv daran erinnern, regelmäßig Flüssigkeit aufzunehmen. Getränke sollten jederzeit griffbereit sein, auch wenn kein ausdrücklicher Wunsch danach geäußert wird.
Die fünf wichtigsten Tipps für heiße Tage
- Regelmäßig trinken – mindestens alle ein bis zwei Stunden ein Glas Wasser
- Mineralstoffverluste durch natriumreiches Wasser oder leicht gesalzene Speisen ausgleichen
- Mehrere kleine Mahlzeiten statt großer Hauptgerichte bevorzugen
- Obst und Gemüse mit hohem Wasseranteil essen
- Alkohol und Energydrinks vermeiden
Gerade während der aktuellen Hitzewelle können bereits kleine Veränderungen im Alltag dazu beitragen, Kreislaufproblemen vorzubeugen und die Belastung für den Körper deutlich zu reduzieren. Wer ausreichend trinkt und auf leichte Kost setzt, kommt meist deutlich besser durch die heißen Sommertage.