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Insolvenzverfahren der Cashmaxx KG: Nachtragsverteilung bringt weitere Erlöse für Gläubiger

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Auch zwölf Jahre nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens beschäftigt die ehemalige Bayreuther Gesellschaft Cashmaxx KG weiterhin die Insolvenzgerichte. Im Verfahren IN 422/14 hat das Amtsgericht Bayreuth am 9. Juni 2026 die Vergütung des Insolvenzverwalters im Zusammenhang mit einer durchgeführten Nachtragsverteilung festgesetzt.

Die Cashmaxx KG hatte ihren Sitz am Wittelsbacherring 12 in Bayreuth und war unter der Handelsregisternummer HRA 3683 eingetragen. Persönlich haftender Gesellschafter war Thomas Englert. Das Unternehmen war im Bereich Finanz- und Vertriebsdienstleistungen tätig und trat insbesondere mit Angeboten rund um Finanzprodukte, Vermittlungsleistungen und vertriebsorientierte Geschäftsmodelle am Markt auf.

Die aktuelle Entscheidung steht im Zusammenhang mit einer Nachtragsverteilung. Dabei handelt es sich um einen Vorgang, der dann erforderlich wird, wenn nach Abschluss oder weit fortgeschrittener Abwicklung eines Insolvenzverfahrens weitere Vermögenswerte aufgefunden oder realisiert werden können. Im Fall der Cashmaxx KG konnten nachträglich Vermögenswerte in Höhe von 34.401,50 Euro für die Insolvenzmasse gesichert werden.

Mit der Verwertung dieser Vermögenswerte war Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Alexander Bergfeld aus Nürnberg befasst. Aufgrund der zusätzlichen Arbeiten im Rahmen der Nachtragsverteilung sprach das Insolvenzgericht dem Verwalter eine gesonderte Vergütung zu. Nach den Feststellungen des Gerichts war dabei insbesondere die große Anzahl der beteiligten Gläubiger zu berücksichtigen, weshalb ein Zuschlag auf die regulär vorgesehene Vergütung gewährt wurde. Die konkrete Höhe der Vergütung wurde entsprechend den gesetzlichen Vorgaben nicht veröffentlicht.

Die Entscheidung verdeutlicht, dass Insolvenzverfahren häufig noch viele Jahre nach ihrer eigentlichen wirtschaftlichen Aufarbeitung Nachwirkungen entfalten. Nachtragsverteilungen sind insbesondere bei komplexen Vermögensverhältnissen oder langwierigen Verwertungsmaßnahmen keine Seltenheit. Für die Gläubiger der Cashmaxx KG bedeutet die erfolgreiche Realisierung weiterer Vermögenswerte die Aussicht auf zusätzliche Ausschüttungen.

Mit der aktuellen Vergütungsfestsetzung wurde ein weiterer Schritt bei der abschließenden Abwicklung des Insolvenzverfahrens vollzogen. Das Verfahren wird beim Amtsgericht Bayreuth unter dem Aktenzeichen IN 422/14 geführt.

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