Für die EPIC Delivery GmbH aus Berlin ist ein beantragtes Insolvenzverfahren bereits im Eröffnungsstadium gescheitert. Das Amtsgericht Charlottenburg hat den Eigenantrag der Gesellschaft auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens im Verfahren 3610 IN 4503/25 mangels Masse abgewiesen.
Das Unternehmen war im Bereich Transportdienstleistungen tätig und hatte seine im Handelsregister eingetragene Geschäftsanschrift in der Gartenfelder Straße 29–38 in Berlin. Die Gesellschaft wurde beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Handelsregisternummer HRB 259211 geführt. Geschäftsführer war Joewan Salihi.
Mit Beschluss vom 22. Januar 2026 stellte das Insolvenzgericht fest, dass das vorhandene Vermögen der Gesellschaft nicht ausreicht, um die Kosten eines Insolvenzverfahrens zu decken. Eine Eröffnung des Verfahrens kam deshalb nicht in Betracht. Die Entscheidung erfolgte auf Grundlage eines von der Gesellschaft selbst gestellten Insolvenzantrags.
Die Abweisung mangels Masse gilt als besonders schwerwiegendes Signal für die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens. Sie bedeutet, dass nicht einmal genügend Vermögenswerte vorhanden sind, um die Mindestkosten eines Insolvenzverfahrens zu finanzieren. Für Gläubiger verschlechtern sich dadurch die Aussichten auf eine Befriedigung offener Forderungen erheblich.
Die EPIC Delivery GmbH war Teil des hart umkämpften Transport- und Lieferdienstmarktes, der in den vergangenen Jahren von steigenden Kosten, wachsendem Wettbewerbsdruck und sinkenden Margen geprägt war. Insbesondere kleinere Anbieter geraten dabei häufig unter wirtschaftlichen Druck.
Mit der Entscheidung des Amtsgerichts Charlottenburg wurde das Verfahren unter dem Aktenzeichen 3610 IN 4503/25 beendet. Ein reguläres Insolvenzverfahren mit Insolvenzverwalter und geordneter Vermögensverwertung findet nicht statt.