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2,7 Prozent Zinsen garantiert – Worauf Sparer beim neuen FestzinsSparen der Deutschen Bank achten sollten

Catonauts (CC0), Pixabay

Die Deutsche Bank wirbt derzeit mit einem garantierten Zinssatz von 2,7 Prozent pro Jahr für zwölf Monate. Das Angebot richtet sich an Sparer, die ihr Geld sicher anlegen möchten. Doch hinter dem Produkt „FestzinsSparen“ verbergen sich Besonderheiten, die Anleger kennen sollten.

Interviewr: Herr Blazek, die Deutsche Bank bietet aktuell 2,7 Prozent Zinsen für zwölf Monate an. Ist das aus Ihrer Sicht ein attraktives Angebot?

Rechtsanwalt Blazek: Grundsätzlich ja. In einem Umfeld, in dem viele klassische Sparprodukte weiterhin nur geringe Renditen bieten, können 2,7 Prozent für sicherheitsorientierte Anleger interessant sein. Allerdings sollten Verbraucher nicht allein auf den Zinssatz schauen, sondern die Vertragsbedingungen genau prüfen.

Interviewr: Warum ist das so wichtig?

Rechtsanwalt Blazek: Viele Verbraucher setzen das Produkt automatisch mit klassischem Festgeld gleich. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine Spareinlage mit festem Zinssatz. Das klingt zunächst ähnlich, kann aber rechtliche und praktische Unterschiede mit sich bringen – insbesondere beim Laufzeitende.

Interviewr: Was bedeutet das konkret für Anleger?

Rechtsanwalt Blazek: Ein wichtiger Punkt ist die Kündigungsfrist. Wer sein Geld nach Ablauf der zwölf Monate zurückhaben möchte, muss rechtzeitig kündigen. Erfolgt keine Kündigung mindestens drei Monate vor Ablauf der Festzinsdauer, verlängert sich die Anlage automatisch um eine weitere Laufzeit zum dann geltenden Zinssatz.

Interviewr: Das könnte manche Kunden überraschen.

Rechtsanwalt Blazek: Genau. Viele Sparer gehen davon aus, dass das Geld nach Ablauf automatisch wieder verfügbar ist. Wird die Kündigungsfrist übersehen, kann das Kapital unter Umständen länger gebunden bleiben als geplant. Deshalb sollten Anleger solche Fristen unbedingt im Kalender notieren.

Interviewr: Die Bank spricht außerdem von einer „Neuanlage“. Was steckt dahinter?

Rechtsanwalt Blazek: Der beworbene Zinssatz gilt nur für frisches Kapital. Geld, das bereits innerhalb der Deutsche-Bank-Gruppe angelegt wurde – etwa bei der Postbank, der norisbank oder der DWS –, erfüllt die Voraussetzungen nicht. Anleger sollten daher genau prüfen, ob sie die Bedingungen tatsächlich erfüllen.

Interviewr: Wie bewerten Sie die Sicherheit des Angebots?

Rechtsanwalt Blazek: Die Deutsche Bank gehört zu den größten Kreditinstituten Deutschlands. Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde sind über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Hinzu kommt die Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Für die meisten Privatanleger bietet das ein hohes Sicherheitsniveau.

Interviewr: Für wen eignet sich das FestzinsSparen besonders?

Rechtsanwalt Blazek: Vor allem für konservative Anleger, die ihr Geld für einen überschaubaren Zeitraum anlegen möchten und keine Kursschwankungen wie bei Aktien oder Fonds wünschen. Wer dagegen maximale Flexibilität benötigt oder auf steigende Zinsen spekuliert, sollte genau prüfen, ob andere Anlageformen besser geeignet sind.

Interviewr: Die Deutsche Bank bietet zusätzlich einen 25-Euro-Gutschein ab 10.000 Euro Anlagesumme an. Sollte das bei der Entscheidung eine Rolle spielen?

Rechtsanwalt Blazek: Solche Aktionen sind nette Zusatzanreize, sollten aber niemals ausschlaggebend für eine Anlageentscheidung sein. Wichtiger sind Zinssatz, Laufzeit, Kündigungsbedingungen und Sicherheit. Ein Bonus kann interessant sein, ersetzt aber keine sorgfältige Prüfung des Produkts.

Interviewr: Welchen Rat geben Sie Verbrauchern, die über einen Abschluss nachdenken?

Rechtsanwalt Blazek: Anleger sollten das Kleingedruckte lesen und insbesondere auf Kündigungsfristen sowie automatische Verlängerungen achten. Wer genau weiß, wann er wieder auf sein Geld zugreifen möchte, kann unangenehme Überraschungen vermeiden. Eine gute Verzinsung ist wichtig – Transparenz und Flexibilität sind es aber ebenso.

Interviewr: Herr Blazek, vielen Dank für das Gespräch.

Rechtsanwalt Blazek: Sehr gerne.

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