Der Fonds erzielte 2025 aus Anlegersicht eine überzeugende Wertentwicklung. Die Anteilklasse A legte um 17,77 % zu, während die neueren Anteilklassen VV und NB seit Auflegung 29,51 % bzw. 8,76 % erreichten. Das Fondsvermögen stieg von 73,24 Mio. Euro auf 91,19 Mio. Euro. Neben Kursgewinnen trugen auch Netto-Mittelzuflüsse von rund 4,39 Mio. Euro zum Wachstum bei.
Die positive Entwicklung wurde vor allem durch realisierte Gewinne aus ausländischen Aktien getragen. Das Ergebnis aus Veräußerungsgeschäften lag bei rund 10,21 Mio. Euro, das gesamte Jahresergebnis bei 13,60 Mio. Euro. Auffällig ist jedoch, dass das ordentliche Nettoergebnis mit -3,05 Mio. Euro deutlich negativ war. Der Fonds lebt damit weniger von laufenden Erträgen, sondern stark von Kursgewinnen und aktivem Handel.
Die Portfolioausrichtung wurde 2025 deutlich offensiver. Der Aktienanteil stieg von 44,67 % auf 58,74 %. Gleichzeitig sank der Anteil an Fest- und Termingeldern deutlich von 24,78 % auf 7,84 %. Der Fonds setzte damit stärker auf Marktchancen, insbesondere in den USA. Regional dominieren US-Anlagen mit rund 73,79 % des Fondsvermögens. Branchenseitig sind Financials, Information Technology und Communication Services besonders stark vertreten. Große Einzelpositionen wie Microsoft, Meta, Apollo Global Management, Deutsche Bank, Deutsche Börse sowie Fannie Mae/Freddie Mac prägen das Chancen-Risiko-Profil.
Positiv ist die weiterhin vorhandene Liquiditätsreserve: Bankguthaben und Termingelder machten zusammen rund 14,15 % aus. Auch die kurze Restlaufzeit im Rentenbereich reduziert Zinsänderungsrisiken. Allerdings ist der Anleiheanteil mit 9,28 % relativ gering und bietet nur begrenzte Stabilisierung.
Kritisch zu bewerten sind die Kosten. Die Gesamtkostenquote der Anteilklasse A beträgt 2,10 %, hinzu kommt eine erfolgsabhängige Vergütung von 2,08 % des durchschnittlichen Nettoinventarwerts. Bei der VV-Klasse liegt die Performance Fee sogar bei 2,84 %. Zudem fielen Transaktionskosten von rund 518.878 Euro an. Für Anleger bedeutet das: Die aktive Strategie muss dauerhaft deutlichen Mehrwert liefern, um diese Kostenbelastung zu rechtfertigen.
Das Risikoprofil ist anspruchsvoll. Neben Aktien-, Währungs- und Emittentenrisiken bestehen Risiken aus Derivaten, Zertifikaten und Kryptowährungsengagements. Besonders die Positionen in Ethereum- und Solana-Zertifikaten sowie Optionsscheine auf Aktien erhöhen die Schwankungsanfälligkeit. Die durchschnittliche Hebelwirkung aus Derivaten lag bei 1,51, das Derivate-Exposure betrug rund 62,47 Mio. Euro.
Aus Nachhaltigkeitssicht ist der Fonds konventionell einzuordnen: Er fällt unter Artikel 6 SFDR und bewirbt keine ökologischen oder sozialen Merkmale. Für ESG-orientierte Anleger ist das ein klarer Einschränkungspunkt.
Fazit:
Der Jahresbericht zeigt einen renditestarken, aktiv gesteuerten Multi-Asset-Fonds mit klar offensiver Ausrichtung. Für risikobereite Anleger war 2025 erfolgreich. Gleichzeitig sollten Investoren die hohe US- und Aktienlastigkeit, den Einsatz von Derivaten und Kryptozertifikaten sowie die erhebliche Kostenbelastung genau beachten. Der Fonds eignet sich eher für Anleger mit langfristigem Anlagehorizont, hoher Risikotoleranz und Vertrauen in das aktive Management.