Der Commerzbank Stiftungsfonds Rendite erzielte 2025 eine positive Wertentwicklung, blieb jedoch hinter seiner Benchmark zurück. Die Anteilklasse A legte um 5,58 %, die günstigere Anteilklasse E um 5,79 % zu, während die Benchmark 6,51 % erreichte. Für Anleger ist das ein ordentliches Ergebnis, aber kein überzeugender Nachweis von Mehrwert durch aktives Management.
Positiv fällt auf, dass das Fondsvermögen deutlich von 198,9 Mio. EUR auf 222,8 Mio. EUR gestiegen ist. Neben dem Anlageergebnis trugen auch hohe Netto-Mittelzuflüsse von rund 16,6 Mio. EUR dazu bei. Das spricht für Vertrauen der Anleger und eine wachsende Fondsbasis.
Die Portfoliostruktur wurde im Jahresverlauf defensiver ausgerichtet. Die Aktienquote stieg auf rund 31,9 %, blieb aber unter der maximal möglichen Quote von 50 %. Gleichzeitig wurde die Technologieübergewichtung reduziert und stärker in defensivere Sektoren wie Energie, Telekommunikation und Gesundheit investiert. Für stiftungsorientierte Anleger ist diese Anpassung plausibel, da sie Schwankungen reduzieren und die Ausschüttungsfähigkeit stabilisieren kann.
Der Anleiheanteil von 44,1 % bildet weiterhin den Kern des Fonds. Der Fokus liegt auf Euro-Anleihen, insbesondere Unternehmensanleihen. Das bietet laufende Zinserträge, bringt aber auch Bonitäts- und Zinsänderungsrisiken mit sich. Besonders relevant ist, dass ein großer Teil der Anleihen Laufzeiten zwischen fünf und zehn Jahren hat. Bei steigenden Zinsen kann dies die Kurse belasten.
Die Ausschüttung wurde auf 2,50 EUR je Anteil festgelegt. Für Stiftungen und einkommensorientierte Anleger ist das attraktiv, allerdings wurde ein Teil der Ausschüttung durch Zuführung aus dem Sondervermögen ermöglicht. Das sollte beobachtet werden, weil nachhaltige Ausschüttungen idealerweise überwiegend aus ordentlichen Erträgen und realisierten Gewinnen stammen sollten.
Kritisch sind die Kosten: Die Gesamtkostenquote beträgt 1,25 % für Anteilklasse A und 1,05 % für Anteilklasse E. Angesichts der Underperformance gegenüber der Benchmark wirken diese Kosten relativ hoch. Für größere Anleger ist die Anteilklasse E wegen geringerer Kosten klar vorteilhafter.
Insgesamt zeigt der Fonds ein breit diversifiziertes, eher konservativ ausgerichtetes Mischfondsprofil mit solider Rendite und stabiler Ausschüttung. Für Anleger mit Fokus auf Kapitalerhalt, laufende Erträge und moderates Risiko bleibt der Fonds grundsätzlich geeignet. Aus Renditesicht überzeugt das Jahr 2025 jedoch nur eingeschränkt, da die Benchmark trotz aktiver Steuerung nicht erreicht wurde.