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Lupus alpha Selective Growth 2025: Solide absolute Rendite, aber deutliche Schwäche gegenüber dem Markt

geralt (CC0), Pixabay

Aus Anlegersicht zeigt der Jahresbericht ein gemischtes Bild. Der Fonds erzielte 2025 zwar eine positive Wertentwicklung von +4,70 %, blieb jedoch deutlich hinter seinem Vergleichsindex zurück, der +17,09 % gewann. Die relative Underperformance von -12,39 Prozentpunkten ist der zentrale Kritikpunkt des Berichts.

Positiv ist, dass der Fonds seinem klar definierten Ansatz treu bleibt: ein fokussiertes Portfolio europäischer Micro- und Small-Caps mit strukturellem Wachstum, hoher Qualität und langfristigem Anlagehorizont. Die Aktienquote von 95,31 % zeigt eine konsequente Umsetzung der Strategie. Die größten Ländergewichte liegen in Schweden, Deutschland, Großbritannien und Italien, wodurch der Fonds regional breit innerhalb Europas investiert ist, aber dennoch konzentriert bleibt.

Die schwache relative Entwicklung erklärt sich vor allem durch die fehlende oder geringe Gewichtung in den 2025 besonders starken Sektoren wie Finanzen, Verteidigung und Rohstoffe. Das ist aus strategischer Sicht nachvollziehbar, zeigt aber auch, dass der Fonds in Marktphasen, die von zyklischen oder politisch getriebenen Sektoren dominiert werden, deutlich zurückfallen kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der starke Rückgang des Fondsvermögens von 72,7 Mio. EUR auf 53,4 Mio. EUR. Hauptgrund waren hohe Mittelabflüsse von netto rund 20,7 Mio. EUR. Für Anleger ist das ein Warnsignal, da kleinere Fonds bei anhaltenden Abflüssen unter Druck geraten können, insbesondere wenn sie in weniger liquide Nebenwerte investieren. Das Management stuft das Liquiditätsrisiko zwar als gering ein, dennoch bleibt es bei Micro- und Small-Caps grundsätzlich relevant.

Die Kostenquote von 1,39 % TER ist für einen aktiv gemanagten Spezialfonds nicht ungewöhnlich, aber angesichts der deutlichen Underperformance kritisch zu betrachten. Anleger zahlen hier für aktives Stock Picking, dessen Mehrwert sich 2025 nicht gezeigt hat.

Ertragsseitig ist der Fonds solide: Das Geschäftsjahresergebnis lag bei 2,15 Mio. EUR, es gab eine Zwischenausschüttung von 1,86 EUR je Anteil. Der Anteilwert stieg von 104,73 EUR auf 107,74 EUR, was die positive, aber moderate Entwicklung bestätigt.

Insgesamt eignet sich der Fonds vor allem für Anleger mit langfristigem Horizont, die gezielt auf europäische Qualitäts-Nebenwerte setzen möchten und bereit sind, Phasen deutlicher Abweichung vom Index auszuhalten. Kurzfristig wirkt die Bilanz 2025 jedoch enttäuschend: positive absolute Rendite, aber klar verfehltes Ziel einer Outperformance gegenüber der Benchmark.

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