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Vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Advantag Services GmbH angeordnet

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Aktenzeichen 49 IN 13/26

Im Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der Advantag Services GmbH mit Sitz in der Glockengasse 5 in 47608 Geldern hat das Amtsgericht Kleve am 11. März 2026 um 13:15 Uhr vorläufige Sicherungsmaßnahmen angeordnet. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kleve unter der Nummer HRB 12470 eingetragen und wird durch ihren Liquidator Raik Oliver Heinzelmann vertreten, der ebenfalls in Geldern ansässig ist.

Gegenstand des Unternehmens ist insbesondere der Handel mit Emissionsrechten sowie Herkunftsnachweisen für Grünstrom. Im Zuge des Insolvenzantragsverfahrens sah das Insolvenzgericht Anlass, Maßnahmen zur Sicherung der Vermögenswerte der Gesellschaft zu treffen.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde André Dobiey mit Sitz in der Borsigstraße 2 in 47574 Goch bestellt. Ihm obliegt es nun, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zu überwachen und sicherzustellen, dass vorhandene Vermögenswerte während der laufenden Prüfung des Insolvenzantrags erhalten bleiben.

Das Gericht ordnete an, dass Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens künftig nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. Damit wird verhindert, dass Vermögenswerte ohne Kontrolle veräußert oder übertragen werden.

Darüber hinaus wurde den Schuldnern der Gesellschaft, den sogenannten Drittschuldnern, untersagt, weiterhin Zahlungen direkt an die Advantag Services GmbH zu leisten. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist stattdessen berechtigt, Bankguthaben sowie sonstige Forderungen der Gesellschaft einzuziehen und eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner wurden daher angewiesen, ihre Leistungen ausschließlich unter Beachtung dieser Anordnung zu erbringen.

Zusätzlich untersagte das Gericht Maßnahmen der Zwangsvollstreckung gegen die Gesellschaft, soweit diese nicht unbewegliche Vermögensgegenstände betreffen. Bereits eingeleitete Vollstreckungsmaßnahmen wurden vorläufig eingestellt, um eine gleichmäßige Behandlung der Gläubiger sicherzustellen.

Mit diesen Maßnahmen schafft das Amtsgericht Kleve die rechtlichen Voraussetzungen für eine geordnete Prüfung der wirtschaftlichen Lage der Advantag Services GmbH. Auf Grundlage dieser Prüfung wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, ob das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft eröffnet wird.

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