Die CDU steckt seit Monaten in einem Umfragetief – und das Vertrauen in Parteichef und Bundeskanzler Friedrich Merz, daran grundlegend etwas zu ändern, ist begrenzt. Das geht aus einer aktuellen Erhebung für das Trendbarometer von RTL und ntv hervor.
Demnach glauben lediglich 25 Prozent der Befragten, dass die CDU mit Merz an der Spitze wieder deutlich bessere Wahlergebnisse erzielen kann. Eine klare Mehrheit von 67 Prozent hält eine solche Trendwende für unwahrscheinlich.
Ost-West-Gefälle deutlich
Besonders ausgeprägt ist die Skepsis in Ostdeutschland. Dort trauen nur 16 Prozent Merz zu, die Partei wieder auf Erfolgskurs zu führen. Im Westen liegt der Wert mit 27 Prozent zwar etwas höher, bleibt aber ebenfalls deutlich unter der 30-Prozent-Marke.
Dabei hatte sich auf dem jüngsten Parteitag in Stuttgart ein anderes Bild gezeigt: 91,2 Prozent der Delegierten bestätigten Merz als Vorsitzenden. Beobachter werten das jedoch auch als Signal innerparteilicher Geschlossenheit – nicht zwingend als Ausdruck breiter gesellschaftlicher Zustimmung.
Geteilte Stimmung unter CDU-Wählern
Unter den eigenen Anhängern fällt das Urteil positiver aus, aber keineswegs einhellig. 59 Prozent der aktuellen CDU-Wähler glauben an bessere Zeiten unter Merz. 34 Prozent hingegen bezweifeln, dass er die Partei aus dem Umfragetief führen kann.
Noch kritischer sind ehemalige CDU-Wähler: 75 Prozent von ihnen halten eine Trendwende mit Merz für unwahrscheinlich, nur 23 Prozent sehen diese Möglichkeit.
Kaum Rückhalt bei anderen Parteien
Auch bei Wählern anderer Parteien ist das Zutrauen gering. Am höchsten ist es noch unter Anhängern der SPD – dort glauben 29 Prozent an eine mögliche Erholung der CDU unter Merz. Bei Grünen- und Linken-Wählern fallen die Werte noch niedriger aus. Unter AfD-Wählern sprechen sich lediglich vier Prozent für diese Einschätzung aus, während 93 Prozent eine Trendwende ausschließen.
Für die Umfrage befragte das Institut Forsa zwischen dem 20. und 23. Februar 1003 Menschen. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei drei Prozentpunkten.
Die Zahlen zeigen: Innerparteiliche Geschlossenheit allein reicht offenbar nicht aus, um verlorenes Vertrauen in der Breite zurückzugewinnen.