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Gigantischer Krater wächst weiter: Erdloch bedroht Felder und Infrastruktur in Indonesien

GDJ (CC0), Pixabay

Ein riesiges Erdloch in der indonesischen Provinz Aceh breitet sich seit Jahren kontinuierlich aus und bedroht inzwischen nicht nur landwirtschaftliche Flächen, sondern auch Straßen und Energieinfrastruktur. Nach aktuellen Schätzungen hat sich die Fläche des Kraters innerhalb von fünf Jahren von etwa 27.000 auf rund 30.000 Quadratmeter vergrößert. An einigen Stellen reicht er bereits bis zu 100 Meter in die Tiefe.

Die Folgen sind für die Bevölkerung erheblich: Zahlreiche Plantagen mit Kaffee-, Chili- und Zuckerrohranbau sind bereits in den Boden abgesackt. Viele Bauern versuchen nun, ihre Felder auf verbleibende Flächen zu verlagern, während sich der Krater weiter ausdehnt. Auch Teile einer wichtigen Verbindungsstraße sind zerstört worden, wodurch der Verkehr eingeschränkt ist. Zudem musste ein Hochspannungsmast vorsorglich versetzt werden, um die Stromversorgung zu sichern.

Geologen führen die Entwicklung auf eine Kombination aus geologischen und klimatischen Faktoren zurück. Unter der Region liegen weiche vulkanische Gesteins- und Sandschichten, die durch langanhaltende, intensive Regenfälle zunehmend instabil geworden sind. Eindringendes Wasser spült Material aus und lässt den Untergrund absacken – ein Prozess, der sich über Jahre hinweg verstärkt hat und weiterhin anhält.

Indonesien liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, einer geologisch aktiven Zone mit zahlreichen Vulkanen und tektonischen Plattengrenzen. Die damit verbundenen geologischen Strukturen schaffen fruchtbare Böden, erhöhen jedoch zugleich das Risiko für Erdrutsche, Bodenabsenkungen und andere Naturgefahren. Experten warnen deshalb, dass sich der Krater auch künftig weiter vergrößern könnte, sofern keine Stabilisierung des Untergrunds gelingt.

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