Der Autobauer BMW startet eine groß angelegte Rückrufaktion wegen möglicher Brandgefahr. Weltweit sind Fahrzeuge in mittlerer sechsstelliger Zahl betroffen. In Deutschland betrifft der Rückruf nach Unternehmensangaben 28.582 Autos. Branchenmedien hatten zuvor von insgesamt rund 575.000 Fahrzeugen berichtet. Diese Gesamtzahl bestätigte BMW jedoch nicht offiziell.
Auslöser der Maßnahme sind interne Produktkontrollen. Dabei wurde festgestellt, dass es nach einer hohen Anzahl von Motorstarts zu erhöhtem Verschleiß am Magnetschalter des Anlassers kommen kann. In der Folge könne das Fahrzeug schlechter oder im Extremfall gar nicht mehr starten.
Besonders kritisch: Laut BMW ist in seltenen Fällen auch ein Kurzschluss möglich. Dieser könne eine lokale Überhitzung am Starter verursachen. Im ungünstigsten Fall drohe dadurch sogar ein Fahrzeugbrand während des Betriebs. Betroffene Fahrerinnen und Fahrer könnten Rauch sehen oder riechen – entweder während der Fahrt oder kurz nach dem Abstellen des Autos.
BMW empfiehlt daher vorsorglich, das Fahrzeug nicht mit laufendem Motor unbeaufsichtigt stehen zu lassen. Die Halterinnen und Halter der betroffenen Modelle werden informiert und in die Werkstätten gebeten, um das Problem beheben zu lassen.
Von dem Rückruf betroffen sind mehrere Modellreihen, darunter das 2er-Coupé, verschiedene Varianten des 3er, 4er und 5er, der 6er Gran Turismo, die 7er Limousine sowie die SUV-Modelle X4, X5, X6 und der Roadster Z4.
Für BMW ist es einer der größeren Rückrufe der vergangenen Jahre. Das Unternehmen betont jedoch, dass es sich um eine vorsorgliche Maßnahme handele, um die Sicherheit der Kundinnen und Kunden zu gewährleisten.