Die Windpark Einöllen GmbH & Co. KG mit Sitz in Dortmund hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt.
Die Bilanzsumme blieb dabei nahezu unverändert.
Zum 31. Dezember 2025 belief sie sich auf 29,600 Millionen Euro.
Ein Jahr zuvor waren es 29,612 Millionen Euro.
Der Rückgang beträgt damit lediglich rund 12.400 Euro beziehungsweise 0,04 Prozent.
Hinter dieser nahezu unveränderten Bilanzsumme verbergen sich allerdings erhebliche Verschiebungen.
Eigenkapital steigt um 1,35 Millionen Euro
Besonders deutlich fällt die Entwicklung des Eigenkapitals aus.
Dieses erhöhte sich von 1.305.256,78 Euro auf 2.651.690,69 Euro.
Das entspricht einem Anstieg um rund 1,346 Millionen Euro beziehungsweise 103 Prozent.
Das bilanzielle Eigenkapital hat sich damit innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt.
Die rechnerische Eigenkapitalquote verbessert sich entsprechend deutlich.
Ende 2024 lag sie bei lediglich rund 4,4 Prozent.
Ende 2025 erreicht sie rund 9,0 Prozent.
Das ist eine erhebliche Verbesserung.
Von einer eigenkapitalstarken Finanzierung kann bei einer Quote von rund neun Prozent allerdings weiterhin nicht gesprochen werden.
Gewinn-/Verlustvortragskonto dreht deutlich ins Plus
Die Veränderung findet nahezu vollständig beim Gewinn-/Verlustvortragskonto statt.
Dieses stand Ende 2024 noch bei minus 199.743,22 Euro.
Zum 31. Dezember 2025 werden dagegen plus 1.146.690,69 Euro ausgewiesen.
Die Verbesserung beträgt damit ebenfalls rund 1,346 Millionen Euro.
Das Kommanditkapital bleibt unverändert bei 5.000 Euro.
Auch die Rücklagen verändern sich nicht und liegen weiterhin bei 1,5 Millionen Euro.
Damit setzt sich das Eigenkapital Ende 2025 aus:
5.000 Euro Kommanditkapital,
1,5 Millionen Euro Rücklagen
und 1,147 Millionen Euro Gewinn-/Verlustvortragskonto
zusammen.
Aber: Daraus lässt sich der Jahresgewinn nicht sicher bestimmen
Die Veränderung des Gewinn-/Verlustvortragskontos könnte auf den ersten Blick dazu verleiten, für 2025 einen Gewinn von rund 1,346 Millionen Euro anzunehmen.
Eine solche Schlussfolgerung wäre anhand des vorliegenden Veröffentlichungstextes jedoch nicht ausreichend abgesichert.
Der Anhang erklärt zwar, dass positive Ergebnisse das Verlustvortragskonto erhöhen, bis dieses ausgeglichen ist.
Die vollständige Gewinn- und Verlustrechnung mit dem konkreten Jahresüberschuss ist in den vorliegenden Angaben jedoch nicht enthalten.
Auch mögliche Ergebnisverwendungen oder andere Veränderungen der Kapitalkonten müssten berücksichtigt werden.
Deshalb sollte die sichere Aussage lauten:
Das Gewinn-/Verlustvortragskonto hat sich 2025 um rund 1,346 Millionen Euro verbessert.
Wie hoch der handelsrechtliche Jahresüberschuss 2025 exakt war, lässt sich aus den hier vorliegenden Angaben nicht abschließend feststellen.
1,37 Millionen Euro Schadenersatzanspruch
Besonders wichtig für das Verständnis des Abschlusses ist eine Erläuterung im Anhang.
Dort heißt es, dass sich aus einem im Geschäftsjahr geschlossenen Vergleich ein Schadenersatzanspruch in Höhe von rund 1,3718 Millionen Euro ergibt.
Dieser Betrag wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.
Das erklärt eine der auffälligsten Veränderungen der gesamten Bilanz.
Die sonstigen Vermögensgegenstände lagen Ende 2024 lediglich bei 2.222,31 Euro.
Ende 2025 waren es plötzlich:
1.371.857,30 Euro.
Der Anstieg beträgt damit rund 1,370 Millionen Euro.
Der Schadenersatzanspruch ist somit eindeutig der wesentliche Grund für diese außergewöhnliche Veränderung.
Worum ging es bei dem Vergleich?
Genau hier entsteht allerdings eine wichtige offene Frage.
Der Jahresabschluss nennt zwar die Höhe des Schadenersatzanspruchs und erklärt, dass er aus einem 2025 geschlossenen Vergleich resultiert.
Nicht erläutert wird im vorliegenden Text jedoch:
Wer musste Schadenersatz leisten?
Ebenso wenig wird erklärt, welcher Sachverhalt dem Vergleich zugrunde lag.
Für eine wirtschaftliche Einordnung wäre außerdem wichtig zu wissen, ob der Betrag inzwischen vollständig bezahlt wurde oder zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung noch als Forderung bestand.
Zum Bilanzstichtag wurde er jedenfalls als Vermögensgegenstand und nicht als Bankguthaben ausgewiesen.
Schadenersatz könnte auch für Ergebnisentwicklung wichtig sein
Die Größenordnung ist bemerkenswert.
Der Schadenersatzanspruch beträgt rund 1,372 Millionen Euro.
Gleichzeitig verbessert sich das Gewinn-/Verlustvortragskonto um rund 1,346 Millionen Euro.
Die beiden Größen liegen damit auffällig nah beieinander.
Daraus kann jedoch nicht automatisch geschlossen werden, dass der Schadenersatzanspruch allein für die Verbesserung des Eigenkapitals verantwortlich war.
Dafür müsste insbesondere bekannt sein, in welchem Umfang der Vergleich 2025 ergebniswirksam erfasst wurde und welche weiteren Erträge und Aufwendungen im Geschäftsjahr angefallen sind.
Ohne die vollständige Gewinn- und Verlustrechnung bleibt dieser Zusammenhang offen.
Forderungen steigen insgesamt auf 1,88 Millionen Euro
Insgesamt erhöhten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von 349.160 Euro auf 1.875.783 Euro.
Das entspricht einem Anstieg um rund 1,527 Millionen Euro beziehungsweise 437 Prozent.
Neben dem Schadenersatzanspruch bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 476.103 Euro.
Im Vorjahr waren es 345.219 Euro.
Nach Angaben der Gesellschaft handelt es sich dabei ausschließlich um Einspeiseerlöse.
Damit sind offenbar noch nicht vereinnahmte Erlöse aus der Stromproduktion gemeint.
Hinzu kommen Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 27.823 Euro.
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben laut Anhang eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr.
Bankguthaben steigt auf mehr als zwei Millionen Euro
Auch bei der Liquidität zeigt sich eine positive Entwicklung.
Das Guthaben bei Kreditinstituten erhöhte sich von 1.810.625 Euro auf 2.021.723 Euro.
Das entspricht einem Zuwachs von rund 211.000 Euro beziehungsweise 11,7 Prozent.
Die Gesellschaft verfügte zum Bilanzstichtag damit über mehr als zwei Millionen Euro Bankguthaben.
Insgesamt stieg das Umlaufvermögen von 2,160 Millionen Euro auf 3,898 Millionen Euro.
Das entspricht einem Plus von rund 80 Prozent.
Der starke Anstieg ist allerdings überwiegend auf den Schadenersatzanspruch zurückzuführen.
Anlagevermögen sinkt um 1,75 Millionen Euro
In die entgegengesetzte Richtung entwickelt sich das Anlagevermögen.
Es ging von 27,444 Millionen Euro auf 25,694 Millionen Euro zurück.
Die Differenz beträgt rund 1,750 Millionen Euro beziehungsweise 6,4 Prozent.
Den größten Posten bilden weiterhin die technischen Anlagen und Maschinen.
Ihr Buchwert sank von 25,917 Millionen Euro auf 24,264 Millionen Euro.
Das entspricht einem Rückgang um rund 1,653 Millionen Euro.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten gingen von 1,523 Millionen Euro auf 1,426 Millionen Euro zurück.
Der Rückgang des Anlagevermögens ist vor dem Hintergrund der planmäßigen Abschreibungen zu betrachten.
Der Anhang weist außerdem darauf hin, dass bei zeitlich begrenzten Nutzungsdauern neben planmäßigen linearen grundsätzlich auch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt werden.
Ob 2025 tatsächlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen wurden, geht aus dem vorliegenden Text jedoch nicht hervor.
Verbindlichkeiten sinken um 1,56 Millionen Euro
Auch auf der Passivseite gibt es eine deutliche Veränderung.
Die gesamten Verbindlichkeiten reduzierten sich von 27.781.736 Euro auf 26.216.983 Euro.
Damit wurden innerhalb eines Jahres rund 1,565 Millionen Euro beziehungsweise 5,6 Prozent abgebaut.
Die Verschuldung bleibt dennoch sehr hoch.
Die Verbindlichkeiten entsprechen zum Jahresende rechnerisch rund 88,6 Prozent der Bilanzsumme.
Unter Einbeziehung der Rückstellungen liegt der Anteil der Fremdmittel noch höher.
Bankschulden sinken um mehr als 815.000 Euro
Die größte Position sind weiterhin die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Sie gingen von 21.949.286 Euro auf 21.133.591 Euro zurück.
Das entspricht einem Schuldenabbau von rund 815.694 Euro beziehungsweise 3,7 Prozent.
Die Finanzierung bleibt damit langfristig geprägt.
Von den rund 21,134 Millionen Euro Bankschulden sind lediglich etwa 1,432 Millionen Euro innerhalb eines Jahres fällig.
Rund 19,702 Millionen Euro haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Davon laufen wiederum 13,974 Millionen Euro länger als fünf Jahre.
Windkraftanlagen dienen als Kreditsicherheit
Die mittel- und langfristigen Bankdarlehen sind nach Angaben des Unternehmens durch Sicherungsübereignungen der Windkraftanlagen abgesichert.
Das ist bei projektfinanzierten Windparks grundsätzlich keine ungewöhnliche Konstruktion.
Es bedeutet jedoch, dass wesentliche Sachanlagen der Gesellschaft zur Sicherung der Finanzierung dienen.
Die Entwicklung der Stromproduktion und der daraus erzielten Erlöse bleibt deshalb für die langfristige Schuldendienstfähigkeit besonders wichtig.
Weitere 4,96 Millionen Euro Konzernschulden
Neben den Bankdarlehen bestehen erhebliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.
Sie reduzierten sich von 5.184.880 Euro auf 4.964.253 Euro.
Das entspricht einem Rückgang um rund 220.627 Euro beziehungsweise 4,3 Prozent.
Der Anhang erklärt die Position genauer.
Davon entfallen 4.961.800 Euro auf ein Darlehen der Gesellschafterin DEW21 Windkraftbeteiligungsgesellschaft mbH.
Weitere rund 2.500 Euro betreffen die kaufmännische Betriebsführung durch DEW21.
Damit besteht praktisch die gesamte Position aus dem Gesellschafterdarlehen.
Konzernkredit läuft langfristig
Bemerkenswert ist die Laufzeit.
Von den 4,964 Millionen Euro Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind lediglich rund 2.500 Euro kurzfristig.
4,962 Millionen Euro haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.
Das Gesellschafterdarlehen stellt damit eine langfristige Finanzierungsquelle dar.
Zusammen mit den langfristigen Bankdarlehen prägt es die Kapitalstruktur des Windparks erheblich.
Rund 26,1 Millionen Euro Bank- und Konzernfinanzierung
Addiert man die Bankverbindlichkeiten von 21,134 Millionen Euro und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 4,964 Millionen Euro, ergibt sich eine Finanzierung von rund:
26,098 Millionen Euro.
Das entspricht ungefähr 88,2 Prozent der gesamten Bilanzsumme.
Die Gesellschaft bleibt damit trotz der Eigenkapitalverbesserung hochgradig fremdfinanziert.
Das muss bei einem Windpark nicht automatisch problematisch sein.
Projektgesellschaften finanzieren ihre Anlagen häufig zu einem erheblichen Teil mit langfristigem Fremdkapital.
Entscheidend ist, ob die laufenden Einnahmen aus dem Windpark ausreichen, um Zinsen, Tilgung, Betriebskosten und sonstige Verpflichtungen dauerhaft zu bedienen.
Lieferantenverbindlichkeiten sinken massiv
Eine weitere positive Veränderung zeigt sich bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Diese reduzierten sich von 647.571 Euro auf nur noch 119.139 Euro.
Das entspricht einem Rückgang um rund 528.000 Euro beziehungsweise 81,6 Prozent.
Damit wurden offenbar erhebliche zum Vorjahresstichtag bestehende Lieferantenverbindlichkeiten abgebaut.
Kurzfristige Verbindlichkeiten gehen ebenfalls zurück
Die gesamten kurzfristigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sanken von rund 2,203 Millionen Euro auf 1,554 Millionen Euro.
Das entspricht einer Reduzierung um rund 649.000 Euro.
Dem stehen zum Bilanzstichtag ein Bankguthaben von rund 2,022 Millionen Euro sowie kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von rund 1,876 Millionen Euro gegenüber.
Rein bilanziell ist damit eine deutlich größere kurzfristige Vermögensbasis vorhanden als kurzfristige Verbindlichkeiten.
Das ist ein positiver Befund.
Eine vollständige Liquiditätsbeurteilung ersetzt dieser Stichtagsvergleich allerdings nicht.
Steuerrückstellungen steigen von 10.000 auf 214.200 Euro
Auffällig ist zudem die Entwicklung der Rückstellungen.
Die gesamten Rückstellungen stiegen von 222.821 Euro auf 442.955 Euro und haben sich damit nahezu verdoppelt.
Der wesentliche Grund sind die Steuerrückstellungen.
Sie erhöhten sich von lediglich 10.000 Euro auf 214.200 Euro.
Die sonstigen Rückstellungen stiegen moderater von 212.821 Euro auf 228.755 Euro.
Der starke Anstieg der Steuerrückstellungen könnte mit der Ergebnisentwicklung zusammenhängen.
Eine genaue Ursache nennt der vorliegende Anhang jedoch nicht.
546.000 Euro weitere Verpflichtungen pro Jahr
Zusätzlich zu den bilanzierten Verbindlichkeiten bestehen erhebliche laufende finanzielle Verpflichtungen.
Aus Betriebsführungs-, Wartungs- und Pachtverträgen entstehen nach Angaben des Unternehmens Verpflichtungen von rund:
546.000 Euro pro Jahr.
Dabei handelt es sich ausdrücklich um einen jährlichen Betrag.
Die tatsächliche Höhe kann variieren, weil in den Verträgen teilweise einspeiseabhängige Vergütungen und Mindestpreise vereinbart sind.
Diese laufenden Verpflichtungen sind für die Beurteilung der wirtschaftlichen Situation relevant, weil sie aus den zukünftigen Einnahmen des Windparks bedient werden müssen.
Zinsaufwand gegenüber verbundenen Unternehmen bricht ein
Eine weitere auffällige Angabe findet sich im Abschnitt zur Gewinn- und Verlustrechnung.
Die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen werden für 2025 mit lediglich 1.200 Euro angegeben.
Im Vorjahr waren es noch 39.500 Euro.
Das ist ein Rückgang von rund 97 Prozent.
Angesichts eines weiterhin bestehenden Gesellschafterdarlehens von knapp fünf Millionen Euro ist diese Entwicklung erklärungsbedürftig.
Es stellt sich insbesondere die Frage, zu welchen Konditionen das Darlehen der DEW21 Windkraftbeteiligungsgesellschaft mbH verzinst wird und warum der entsprechende Zinsaufwand 2025 so stark zurückgegangen ist.
Geschäfte mit DEW21
Der Windpark gehört zum Konzernumfeld der Dortmunder Stadtwerke.
Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Dortmunder Stadtwerke Holding GmbH einbezogen.
Als Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen beziehungsweise assoziierten Unternehmen nennt der Abschluss außerdem Vorgänge mit DEW21.
Genannt werden Stromlieferungen in Höhe von 77.000 Euro sowie 29.700 Euro für die kaufmännische Betriebsführung.
Auch hier wäre für die wirtschaftliche Einordnung interessant, zu welchen Konditionen diese Geschäfte erfolgen und welche weiteren konzerninternen Leistungsbeziehungen bestehen.
Keine eigenen Mitarbeiter
Die Windpark Einöllen GmbH & Co. KG beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter.
Auch das ist für eine Windpark-Projektgesellschaft nicht ungewöhnlich.
Die kaufmännische Betriebsführung erfolgt nach den Angaben im Abschluss zumindest teilweise über DEW21.
Der zentrale Sondereffekt bleibt der Vergleich
Für die Beurteilung des Geschäftsjahres 2025 sollte der Schadenersatzanspruch nicht übersehen werden.
Die Bilanz zeigt gleichzeitig:
einen Anstieg des Eigenkapitals um rund 1,346 Millionen Euro,
einen Schadenersatzanspruch von rund 1,372 Millionen Euro
und einen Anstieg der Steuerrückstellungen um rund 204.000 Euro.
Ob und in welchem Umfang diese Entwicklungen miteinander zusammenhängen, lässt sich aus dem verkürzten Veröffentlichungstext nicht abschließend feststellen.
Gerade deshalb wäre die vollständige Gewinn- und Verlustrechnung entscheidend.
Die wichtigsten Fragen an die Geschäftsführung
Aus dem Jahresabschluss ergeben sich mehrere Punkte, die eine Stellungnahme des Unternehmens sinnvoll erscheinen lassen.
Zentral ist zunächst der Vergleich, aus dem der Schadenersatzanspruch von 1,3718 Millionen Euro entstanden ist.
Wer ist der Schuldner?
Was war Gegenstand des Vergleichs?
Ist der Betrag inzwischen vollständig bezahlt?
Und in welchem Umfang hat der Vergleich das Ergebnis 2025 beeinflusst?
Daneben wäre zu klären, wie hoch Jahresüberschuss, Umsatz, EBITDA und operativer Cashflow tatsächlich waren.
Auch die starke Erhöhung der Steuerrückstellungen und der außergewöhnlich niedrige Zinsaufwand auf das knapp fünf Millionen Euro schwere Gesellschafterdarlehen verdienen eine Erläuterung.