Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) schlägt erneut Alarm: Auf der Website wefi.co werden nach Erkenntnissen der Behörde unerlaubt Bankgeschäfte sowie Kryptowerte-Dienstleistungen angeboten. Hinter dem professionell gestalteten Auftritt verbirgt sich demnach kein regulierter Finanzdienstleister, sondern ein Geflecht internationaler Gesellschaften, die ohne die in Deutschland zwingend erforderliche Erlaubnis am Markt auftreten.
Besonders brisant: Nach vorliegenden Informationen wurden in der Vergangenheit sogar Werbeveranstaltungen in Deutschland abgehalten, um Anlegerinnen und Anleger für die Angebote zu gewinnen. Damit richtet sich das Geschäftsmodell ganz gezielt an ein deutsches Publikum – ohne dabei den strengen rechtlichen Rahmen des hiesigen Finanzmarktes zu beachten.
Als verantwortliche Betreiber treten gleich mehrere Unternehmen aus verschiedenen Teilen der Welt auf. Genannt werden unter anderem die Wefi Payments Limited mit Sitz in Calgary (Kanada), eine S.R.L. mit Sitz in San José (Costa Rica) sowie die Nordpal Holding Limited und die Quantum Capital Holdings Limited, beide mit Sitz in Hongkong. Diese internationale Struktur erschwert es für Betroffene zusätzlich, ihre Rechte durchzusetzen oder Verantwortliche greifbar zu machen.
Die BaFin stellt unmissverständlich klar: Wer in Deutschland Bankgeschäfte oder Kryptowerte-Dienstleistungen anbietet, benötigt dafür eine ausdrückliche Erlaubnis der Finanzaufsicht. Anbieter, die ohne diese Genehmigung tätig sind, unterliegen keiner staatlichen Kontrolle und bergen ein erhebliches Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher. Ob ein Unternehmen tatsächlich zugelassen ist, lässt sich jederzeit über die Unternehmensdatenbank der BaFin prüfen.
Rechtsgrundlage für die Warnung sind § 10 Absatz 7 des Kryptomärkteaufsichtsgesetzes sowie § 37 Absatz 4 des Kreditwesengesetzes. Diese Vorschriften geben der BaFin die Möglichkeit, die Öffentlichkeit vor nicht genehmigten Anbietern zu schützen.
Wer sich intensiver mit typischen Betrugsmodellen und unseriösen Plattformen auseinandersetzen möchte, findet wertvolle Hinweise in der BaFin-Podcastfolge „Vorsicht, Betrug“. Der Fall Wefi zeigt einmal mehr: Auch international auftretende Plattformen mit professionellem Marketing können ein hohes Risiko bergen. Sorgfalt, Skepsis und eine gründliche Prüfung sind der beste Schutz vor finanziellen Verlusten.
Moin, wer sich mit WeFi beschäftigt, wird schnell feststellen, das dieses Unternehmen aktuell keine Bankgeschäfte und auch keine Kryptogeschäfte in Europa anbietet.
Warum soetwas hier behauptet wird, ist mir schleierhaft.