Im Freizeitpark Universal Studios in Orlando, Florida, hat sich im vergangenen November ein tragischer Vorfall ereignet: Eine 70-jährige Frau ist nach einer Fahrt mit der Indoor-Achterbahn „Revenge of the Mummy“ verstorben. Der Todesfall wurde erst jetzt durch einen offiziellen Bericht der Florida Department of Agriculture and Consumer Services öffentlich bekannt.
Nach Angaben des Berichts, über den unter anderem die Orlando Sentinel und USA TODAY berichteten, wurde die Frau am 25. November während der Fahrt plötzlich bewusstlos. Mitarbeiter des Parks reagierten umgehend und veranlassten eine medizinische Versorgung. Die Besucherin wurde anschließend in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, wo sie später verstarb. Die Identität der Frau wurde bislang nicht veröffentlicht.
Die zuständige Behörde erklärte, dass der quartalsweise Bericht lediglich den Zustand zum Zeitpunkt des Vorfalls widerspiegele. Nachträgliche Informationen, etwa über den weiteren Gesundheitsverlauf oder die genaue Todesursache, würden in diesen Berichten nicht aktualisiert. Auch Universal Orlando äußerte sich bislang nicht detailliert zu dem Vorfall und reagierte zunächst nicht auf Presseanfragen.
Die Achterbahn „Revenge of the Mummy“ zählt seit ihrer Eröffnung im Jahr 2004 zu den beliebten Attraktionen des Parks. Laut der Beschreibung auf der offiziellen Website handelt es sich um eine rasante Fahrt, die die Besucher mit hoher Geschwindigkeit durch dunkle, geschlossene Bereiche führt. Gerade diese Kombination aus Dunkelheit, plötzlichen Beschleunigungen und Überraschungseffekten macht den Reiz der Bahn aus – kann jedoch für manche Menschen auch eine körperliche Belastung darstellen.
Ein lokaler NBC-Sender berichtete, dass seit der Eröffnung der Attraktion insgesamt 21 Vorfälle im Zusammenhang mit der Bahn dokumentiert wurden. Diese reichten von Übelkeit und Schwindel bis hin zu ernsthafteren Verletzungen wie einem Wirbelbruch. Solche Meldungen bedeuten jedoch nicht zwangsläufig, dass die Attraktion unsicher ist, sondern zeigen vielmehr, wie streng Freizeitparks in den USA verpflichtet sind, selbst kleinere medizinische Zwischenfälle zu melden.
Der aktuelle Todesfall wirft dennoch Fragen zur Sicherheit von Fahrgeschäften und zur gesundheitlichen Eignung von Besuchern auf. Freizeitparks weisen in der Regel auf gesundheitliche Risiken hin und empfehlen Personen mit Vorerkrankungen, Herzproblemen oder eingeschränkter Belastbarkeit, bestimmte Attraktionen zu meiden.
Der Vorfall erinnert daran, wie wichtig es ist, Warnhinweise ernst zu nehmen und die eigenen körperlichen Grenzen realistisch einzuschätzen – auch im Urlaub und in Momenten der Unterhaltung. Die Untersuchungen zu den genauen Umständen dauern an.